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Hier findet man jederzeit nachdenkende Texte aller Art und (m)eines einzigen
Copyrights, zwischen Kurzgeschichten, Artikeln, Glossen und Aphorismen
manchmal auch so etwas Lyrik und immer mit dem literarischen Anspruch
der Lesenswertigkeit. Das glauben Sie mir nicht? Schauen Sie doch selbst...

Katzenelson,
gez.: Vom Leben!
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Notiz vom 12. Januar '08: Madeleine und die Portugiesen





  Madeleine McCann ist seit nunmehr 255 Tagen verschwunden. Es liegt mir fern, mich mit Spekulationen am tragischen Schicksal von Maddie zu vergehen - aber etwas liegt doch an:

  Die portugiesische Staatsanwaltschaft hat jetzt eine Verlängerung des andauernden Ermittlungsverfahrens um drei Monate beantragt. Der Hintergrund ist, dass nach portugiesischem Recht ein Ermittlungsverfahren nach acht Monaten eingestellt werden muss, wenn bis dahin keine konkreten Ergebnisse vorliegen oder Anklage erhoben werden kann.

  Was ist denn das für ein merkwürdiges Gesetz? Das kann doch wohl kaum zu nützlich sein, es sei denn, man ist bereit, Verbrechen Vorschub zu leisten - wogegen es allerdings noch ganz andere Gesetze gibt. Sollen doch Ermittlungen so lange dauern dürfen wie es braucht, um bestenfalls am Ende noch Klärung und Strafverfolgung zu ermöglichen, oder nicht? Acht Monate sind wahrlich nicht viel Zeit in manchem Fall und diesem, in dem das Mädchen ja sicherlich nicht von sich aus verschwunden ist und bleibt.

Amnesty International kontra Steinigung im Iran


  Das wurde aber auch Zeit, will ich meinen: Amnesty International fordert den Iran zur Abschaffung der »grotesken und schrecklichen« Praxis der Steinigung auf, bei der Menschen grausam zu Tode gequält werden.

  ai, die ohnehin gegen die Todesstrafe unter allen Umständen sind, berichtete, ein iranischer Mann sei im letzten Juli wegen Ehebruch zu Tode gesteinigt worden, obwohl eine Aussetzung (Moratorium) verhängt ist über derartige Hinrichtungen seit dem Jahr 2002.

  Der Frau, mit der er den Ehebruch begangen haben soll, steht die Steinigung noch bevor - eine Praxis, bei der die Frau bis zur Brust in Sand eingegraben und dann mit Steinen beworfen wird, bis sie stirbt.

  »Amnesty International fordert die iranische Regierung auf, die Hinrichtung durch Steinigung sofort und vollständig abzuschaffen und ein Moratorium für die Todesstrafe zu verhängen«, schreibt die Menschenrechtsorganisation in ihrem 30-seitigen Bericht über die Praxis.

  »Nach Iranischem Gesetz sind die Steine bewusst auszuwählen, um groß genug zu sein, Schmerzen zu verursachen, aber nicht so groß, das Opfer sofort zu töten. Es ist eine besonders groteske und schreckliche Praxis.«

  Zwar werde die Steinigung relativ selten praktiziert im Iran, sie ist aber nach wie vor die bevorzugte Form der Hinrichtung in Fällen von Ehebruch und erfährt eine unverhältnismäßig hohe Anwendung gegen Frauen, laut Amnesty.

  Der Iran hat eine der höchsten Hinrichtungsraten in der Welt. Im Jahr 2006 wurden 177 Menschen zu Tode bestraft, meist durch Erhängen. Letztes Jahr wurde diese Zahl wahrscheinlich überschritten, wobei 124 Menschen bereits in den ersten sieben Monaten hingerichtet wurden.

  Neben der Forderung nach der Abschaffung der Steinigung und einer Einstellung der Todesstrafe verlangt Amnesty International von der Iranischen Regierung, den Ehebruch zu entkriminalisieren, da er schließlich in der Mehrzahl aller Länder keine Straftat sei.