<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620</id><updated>2012-01-25T06:27:24.981-08:00</updated><category term='Literatur'/><category term='ai'/><category term='Leseprobe'/><category term='Haschisch'/><category term='Ameisen'/><category term='Rabenliebe'/><category term='Rabenseele'/><category term='Liebe'/><category term='Mathematikprofessor'/><category term='Portugal'/><category term='Film'/><category term='Hund'/><category term='Israel'/><category term='Regen'/><category term='Neger'/><category term='Ehebruch'/><category term='Weltuntergang'/><category term='Aphorismen'/><category term='Klimakatastrophe'/><category term='Marihuana'/><category term='Giftspritze'/><category term='alte Fürstin'/><category term='Todesstrafe'/><category term='Märchen'/><category term='Rabenbruder'/><category term='nackt'/><category term='Schaupieler'/><category term='Prosa'/><category term='Tiergeschichte'/><category term='bekifft'/><category term='Amerika'/><category term='Gesellschaft'/><category term='Früchtchen'/><category term='Domplatz'/><category term='Blondine'/><category term='Historie'/><category term='Soldaten'/><category term='Madeleine'/><category term='Lesung'/><category term='Revolution'/><category term='Kurzgeschichte. Apokalypse'/><category term='Madeleine McCann'/><category term='Leben'/><category term='tot'/><category term='1. Platz im BookRix-Schreibwettbewerb Web Your Book 2009'/><category term='deutscher Literatur Blog'/><category term='Gedicht'/><category term='Notizen'/><category term='Krieg'/><category term='Maddie'/><category term='Tod'/><category term='Amnesty International'/><category term='Gesetz'/><category term='Haarschnitt'/><category term='Kultur'/><category term='Steinigung'/><category term='Rassismus'/><category term='Polizei'/><category term='Traum'/><category term='sturzbetrunken'/><category term='England'/><category term='Mrs Baker'/><category term='Kneipenwette'/><category term='Romanauszug'/><category term='mystisch'/><category term='Ludwig Hirsch'/><category term='Katzenelson'/><category term='Poesie'/><category term='allgemein'/><category term='rasieren'/><category term='Exekutionsmethode'/><category term='Haare schneiden'/><category term='Frieden'/><category term='Alltag'/><category term='Oma'/><category term='Rasur'/><category term='Monsun'/><category term='USA'/><category term='Begebenheit'/><category term='Nargila'/><category term='Bettelbrut'/><category term='Abstinenz'/><category term='Hinrichtung'/><category term='Balanceakt in Sätzen'/><category term='ohne Worte'/><category term='Kuh'/><category term='schwarze Literatur'/><category term='Rabenlyrik'/><category term='Recht'/><category term='Geschichte'/><category term='Amnesty'/><category term='Friseur'/><category term='Islam'/><category term='Lyrik'/><category term='IDF Frauen'/><category term='Kindheit'/><category term='Filmkritik'/><category term='familiäre Krankheit'/><category term='Die Omama'/><category term='Prügel'/><category term='stoned'/><category term='kiffen'/><category term='Familienkrankheit'/><category term='Kneipe'/><category term='Haare'/><category term='Kurzgeschichte'/><category term='Juden'/><category term='Satire'/><category term='Iran'/><category term='Wirklichkeit'/><category term='Bauernhof'/><category term='Kritik'/><category term='Pernod'/><category term='humane Hinrichtung'/><category term='Impressionen'/><category term='Geständnis'/><category term='Menschenrechte'/><title type='text'>Literarischer Blog: Geschichten und Aphorismen von Katzenelson</title><subtitle type='html'>Anregende Texte und Artikel vieler Art: Kurzgeschichten, Lyrik, Aphorismen in privatem deutschen Literatur Blog Forum</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>A. 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Ohne Ambulanz, einfach so auf dem Arm. Das war doch ein gutes Zeichen? Also lief ich ihr entgegen und nahm ihr den Kater gleich ab, wobei sie nuschelte: »Der Arzt sagt, er hat Krebs.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Der Kater?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Nein, der Arzt sagt das.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Der Kater hat Krebs? Mein Kater?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Ja, so sagt es der Arzt.« Damit griff sie die Fernsehzeitschrift von der Kommode, nahm die Handtasche mit den Zigaretten an sich und verschwand im Wohnzimmer. Ich zog mir den Anorak über, nahm den Kater an mich und ertränkte ihn kurz darauf im Kanal. Schließlich hatte er Krebs und nicht nur irgendeinen Schnupfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auf dem Weg nach Hause tröstete ich mich mit süßen Kaugummis aus dem Automaten. Vorbeifahrende Autos bewarf ich mit Pfennigstücken: &lt;em&gt;Klack&lt;/em&gt;, aus der hohlen Hand gegen die Beifahrertüren. Mit jedem Pfennig verfluchte ich den blöden Krebskater ins Vergessen. Und die dummen Gesichter dazu! Aber es half nicht viel, und ich lief durch die dahergenieselten Pfützen nach Hause, ohne wirklich ankommen zu wollen. Mutter saß auf dem Sofa vor der Glotze. Ich setzte mich dazu. Wir sprachen kein Wort. Irgendwann legte ich meinen Kopf auf ihren Schoß und hörte ihren Bauch blubbern. Meinen Bauch. Später würden Tom und Jerry kommen und irgendwann auch ein neuer Kater. Ohne Krebs. Oder eine Katze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auf das Fernsehprogramm war dann doch kein Verlass: Irgendwo hatte es ein Unglück gegeben, und sie brauchten den Sendeplatz für Blaulichter statt Comics.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Die Presse teilinformierte uns aus dritter Hand so sensationell wie möglich und üblich: Herr Bragenscheidt, so las ich neulich, war nach seinem Sprung vom Dach jämmerlich langsam auf dem Pflaster ausgeblutet, und Frau Weingold schaffte es mit einer selbstverliebten Überdosis immerhin schlaganfällig noch bis zum Rollstuhl. Der kleine Thomas erhenkte sich zwar ziemlich endgültig auf dem elterlichen Dachboden, klinisch galt er aber noch lange nicht als tot. Der stadtbekannte Transvestit Rüdiger R. warf sich zur Stoßzeit selber vor die Tram, und der Notarzt zeigte herzmassierend allen auf der Straße dessen Titten noch mal her. Aber auch dafür gebot das Verhungern in der Dritten Welt keine Pause. Es machte einfach weiter. So wie jetzt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich ging in die Küche, mir ein Abendbrot zu schmieren und schnitt mir dabei knochentief in den kleinen Finger. Merkwürdiger Schnitt: direkt von der Kuppe senkrecht ins wehrlose Fleisch. Dunkles Blut entrann in warmen Bahnen, tropfte auf helle Kacheln hinab zur ewigen Erkaltung, als hätte es nie anderes im Sinn gehabt. Alles lief so geschmiert und sehr bestimmt. Für eine Weile schaute ich die vermeintliche Unaufhaltsamkeit an. Dabei wurde es mir zusehends schlechter: Das Pochen der Wunde schickte bereits Wellen übel in die Magengegend hinunter. Hastig band ich den Finger mit einem Gummi ab und wischte das Blut vom Küchenboden. Dann schlich ich in mein Zimmer. Ohne Brote. Und von den Blaulichtern unbemerkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;***&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wenn ich am Ende eines Tages die Zimmertür in den &lt;em&gt;Nachtverschluss&lt;/em&gt; schickte, kam Vaters Knastjargon in meinem Unterton nicht von ungefähr: Denn hier &lt;em&gt;begann bereits die Hoffnung eines neuen Tages&lt;/em&gt;, hier sammelte ich meine Kräfte, &lt;em&gt;in dieser Stille weltlicher Abgeschiedenheit&lt;/em&gt;, geradeso wie er es in einem Brief aus seiner Zelle einst beschrieben hatte. Hier kam der ganze Spuk zum Ende, hierher kam niemand, noch nicht einmal meine Mutter. Dafür liebte ich sie über alles. Ob sie es wohl ahnte? Wahrscheinlich wusste sie es und hielt an ihrem Trumpf sorgsam fest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich hatte noch diesen Sezierbericht über eine Ratte zu schreiben; als ich in mein Zimmer kam, roch ich das sofort. Ich öffnete die Fenster für eine ausreichende Weile, gab den Fischen im Aquarium ihr Trockenfutter und wandte mich also den Schreibarbeiten zu. Unterm Schein der Tischleuchte flog die Zeit nur so dahin und ich mit ihr und zurück: Zum Ende spülte ich die Ratte durch unser Klo. Es war keine so große. Eigentlich war es nur eine Maus. Die hatte tot im Flur gelegen. Wurmbefall, eindeutige Sache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Im verschlossenen Badezimmer nebenan hantierte Mutter und versprühte ihr Haarspray. Es würde nicht mehr lange dauern, dann wäre sie hinaus in die Nacht. Mir war nie klar gewesen, ob Vater eine Ahnung hatte, was sie eigentlich trieb. Mal war von Arbeit die Rede, ein anderes Mal von Besuchen bei einer Freundin, die ich allerdings nie zu Gesicht bekam. Mit einer kinderleichten Frage hätte ich zwar alles herausfinden können, doch irgendetwas hielt mich davon ab. Ohnehin schien Mutter nicht gerne nachts das Haus zu verlassen. An jenen Tagen, an denen sie es übertrieben aufgetakelt dennoch tat, hatte sie bereits seit morgens anfällige Laune.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Zurück im Zimmer fehlte mir der Kater. Sein Dasein war ruhiger Pol gewesen und sein Schnurren Wahrzeichen unserer Launen; dort, wo ich nun alleine saß und seine Ecke leer blieb. Meine Gedanken zogen zum nachtverhangenen Kanal hinaus. Ich stand auf, die Fenster zu schließen. Gardinen und Vorhänge zog ich außerdem zu. Und in die Lieblingsecke des Katers hievte ich eine bauchige Vase hin, mit künstlichen Sonnenblumen. Eine Art Kranzniederlegung, gegen meinen Willen. Der zerschnittene Finger meldete sich wieder. Er pochte. Mir wurde schwindelig, und ich legte mich aufs Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es war sehr still mit einem Mal; Mutter hatte den Fernseher ausgeschaltet. Kurz darauf hörte ich, wie sie sorgfältig die Wohnungstür hinter sich verschloss, den Schlüssel abzog und die Treppen hinablief. Ich rekapitulierte: Diese Welt würde ich nicht an einem Tag retten, soviel stand wieder einmal fest. Mit der gesunden Hand hinterm Kopf lag ich da und dachte noch eine ganze Weile nach. Über das Leben und so. Irgendwann schlief ich ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;***&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Die Schattenwesen hatten ihre Hände überall. Bald hatten sie mich vom Bett und auf den Beinen. Sie rannten vor und hinter mir und zupften an meinem Nachthemd aus Traumstoff. Sie hetzjagten mich so hin wie daher, und es wurde ihnen noch lange nicht genug: Durch die Tür trieben sie mich hinaus ins Treppenhaus - hier enteilte ich ihnen zeitweilig und errannte mir einen Vorsprung - all die kalten Stufen hinab, ganz nach unten. Tausendfach trainiert! Um letztendlich einmal dazustehen, auf dem Weg der Erkenntnis: Die Haustüre war nachts verschlossen. Ich verfluchte unseren verträumten Hausmeister oder wen und flüchtete so geplagt weiter wie bisher: Unter die Kellertreppe.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Treppenkehle«, sagten nicht nur Literaten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Dort, im hintersten Winkel der Schräge, drückte ich mich kauernd gegen die Wand: Mochten diese moderigen Schatten an mir vorüberziehen! Doch sie kannten sich aus in unserem Haus und seinen Sackgassen, und ich hockte in der Falle. Da kamen sie auch schon: Dunkelfaltige Scheingesichter, die sich, sobald man ihren Blick suchte, auflösten, detaillose Schattenkörper, angerückt mit weit aufgerissenen Mündern und ausgestreckten Armen, an mir zu zupfen und oh weh! Mächtig unangenehme Figuren: Zunächst hatte ich nur drei gezählt, dann jedoch waren es fünf, ein anderes Mal gar sieben. Dann wieder drei. Als ich die Sinnlosigkeit des Zählens bemerkte, unterdrückte ich es. Übrig blieb nur ein einziger Gedanke: Durch die Wand und zurück ins Bett! Ich erhob mich also halb aus der Hocke und schwebte, über die rechte Schulter mit der Stirn voran, hinein in das solide Mauerwerk unseres Hauses: Augen fest zu und durch! Ja, ich schwebte: Aufgesogen von der massiven Wand. Traumhaft!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Meine ersten Schritte in einer begehbaren Wand: Ich hätte nun finsterste Dunkelheit in diesem Mauerwerk erwartet, als ich die Augen aufschlug, sah ich zu meiner Verwunderung jedoch Licht - wenngleich geziemt spärlich: Das kam so diffus durch die Mauerritzen hinein, wie man es unserem Haus von außen gar nicht ansah. So wollte ich es mir merken und auch meiner Mutter berichten. Ich wandte den Kopf nach links und nach rechts und erkannte: Ich war in einer begehbaren Wand! Nach obenhin endlos und ohne Boden. Und an manchen Stellen verdammt eng. Meine nackten Füße balancierten mich auf Holzverstrebungen über die Tiefe; problemlos, da ich zusätzlich auch schwebte. Ein Triumph, für einen wie mich.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da merkte ich augenblicklich, dass ich nur träumte...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Doch die Schatten wussten ebenfalls weiter, und ich hatte mich wieder zu sputen: Keine Zeit fürs lange Weilen. Ich sah die Ungestaltigen erneut näherkommen. Also schlüpfte ich an einer instinktempfohlenen Stelle aus der seltsamen Mauer ins Treppenhaus zurück, auf dieselbe traumerprobte Weise, die mich zuvor bereits hineingebracht hatte. Und da ich einigen Weg innerhalb der Fassade zurückgelegt hatte, würde ich nun am besten an einer anderen Stelle herauskommen. Und tatsächlich: Ich fand mich zu den Briefkästen purzelnd, mit neuerlicher Vollgravitation. Und dort drüben war auch wieder unsere Treppe. Ich brauchte mich also nur noch die Stufen hinaufzuträumen, in unsere Wohnung, in mein Zimmer und ab ins Bett. Doch der Alp ging Schleichwege: Diese untriebigen Schattenweltler versperrten mir abermals den Aufstieg - truppenverstärkter denn je. Sie drängten mich zurück unter die Schräge, in diese hinterste Ecke der Welt. Und von Neuem tauchte ich in die hohlbauchige Wand ein, durchlief die innere Außenmauer auf diesem Lattengestänge, das nun einmal da war, so leichtfüßig, wie ein freudloser Seilakrobat: Um möglichst bald an einer anderen Stelle wieder herauszupurzeln...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als ich erwachte, lag mein Zimmer im Dunkeln. Und ich auf dem Boden neben dem Bett. Ein mieser Traum hatte mich gehabt, und ich kämpfte mich durch seine schattigen Nachwehen aus der Erniedrigung zur Bettkante hoch, bis ich endlich sicher oben saß. Nun, da ich mich hätte wehren können, war der Spuk natürlich weg. So ungestört leckte ich erstmal alte Wunden: Die zerschnittene Fingerkuppe war schmerzhaft angeschwollen, das Gummiband würgte viel zu straff. Ich befreite uns von der Qual, und kurz darauf zog frischwarmes Blut ein. Durch die Vorhänge schimmerte der zu erwartende Tagesanbruch. Nun war ich völlig aufgeweckt, an diesem Morgen meiner Herbstferien, zu dem ich ohnehin früh aufstehen musste: Es war Knasttag, und langsam wurde es auch Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;***&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wenn Vater in jener Zeit Geburtstag hatte, besuchten wir ihn sehr wohl, wie mit jeder anderen gelegentlichen Erlaubnis auch. Manchmal hatte Mutter weniger Lust, besonders, wenn ihre innere Wut mal wieder alles anfraß. Doch nie würde sie eine Möglichkeit auslassen, ihn zu sehen. Wir wohnten auch ganz in der Nähe. Auf unserem Hinweg mussten wir zuletzt nur noch die Bundesstraße überqueren, und Mutter griff nach meiner Hand. Ich mochte es nicht, wenn sie die Situation so ausnutzte, riss mich los und lief voran. »Marco! Pass doch auf ...!« hörte ich sie noch ins Gehupe kreischen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;»Sie hatte so verzweifelt seinen Namen geschrien! Aber der Junge wollte ja partout nicht hören...«&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dann war ich auch schon auf der anderen Straßenseite. Ohne Mutter und ihre Hand. Zeitlich blieb es unrentabel, denn ich musste natürlich auf sie warten. »Kannst du dich nicht einmal vernünftig benehmen?« befragte mich ihre Leier rhetorisch. Mehr war ihr herwegs nicht eingefallen für mich. Nur dieser Standardspruch. Egal; sie wusste sich bei alledem doch ertappt, auch wenn sie es nie zugeben würde. Fürs erste war sie heute genug gestraft. Also ließ ich mir auf offener Straße den Scheitel mit Spucke neuverlegen, und wir gingen in den Knast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;***&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Besucherschleuse hatte uns schnell geschluckt: Üblichkeiten sicherer Routine. Auf engen Fluren tummelten sich bereits, wie in diesen vorgeschriebenen Zeiten nicht anders gewohnt, die merkwürdigsten Leute, in schätzungsweise jeder Sprache und Hautfarbe, alle mit amtlichen Genehmigungspapieren, die meisten in Tuscheleien grüppchenweise vertieft, während andere alleine warteten und zu jedem uniformierten Daherstolzierer aufschauten, als sei er die Hebamme mit den allwissenen Antworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Na, mein Junge...«, bemerkte mich ein affiger Schlüsseldienstler, der bei jedem Wiedersehen an der Hinteransicht meiner Mutter zu erblinden drohte und mein Vater nicht war, weswegen ich ihm hinterrücks schon Grimassen hergezeigt hatte, »...alles in Ordnung bei dir da unten?« Gar nichts war in Ordnung: »Sie tragen ja eine Schlinge um den Hals«, erwiderte ich mit gespielter Besorgnis und starrte auf seine Krawatte. Als er die dann auch sah, war ich an Mutters Hand schon weiter.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die alten Dienstler hatten wenigstens Witz und Charme in ihren Augen und die Friedfertigkeit bevorstehender Pension; einer streichelte sogar mal über meinen Kopf. Zu mir, dem Sohn der Blonden, waren sie eigentlich immer nett; mehr als zu den anderen auf jeden Fall. Insgesamt kam ich also gerne her, während Mutter von alledem nichts wusste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Das Geschwätz auf dem Flur verebbte langsam, und es wurde still. Ein jeder hing seinen Gedanken nach; nur hier und da ein verlegenes Flüstern. Ich schaute mir meine Schuhe an: Es war ein ganz neues Paar, noch nicht an mich gewöhnt und zäh, aus echtem Leder. Mutter hatte sie mir morgens eilig in der Stadt gekauft, nach ihrer Nachtschicht bei dieser Freundin. Na ja. Ich könne ja nicht schon wieder mit den alten Latschen zu Vater, hatte sie richtig erkannt, denn ihm entging schließlich nichts. In diesem Wissen schaffte Mutter es noch immer so einzurichten, dass größere Patzer für uns ausblieben und wir nie in wirkliche Not kamen; obwohl meine Füße ihren letzten Drücker gerade jetzt zu spüren bekamen. »Ärmere Kinder haben gar keine Schuhe«, hätte sie einer Beschwerde entgegnet und recht gehabt, verdammt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Ein weißer Kinderschuh trieb mitten im Kanal. Winkend tanzte er auf dem Wasser daher, die Not des nackten Fußes sah man ihm unverblümt an. Alarmierte Taucher entdeckten bald die kleine Christa; zwölf Tage hatten die Blau- und Blitzlichter nach ihr gesucht: Sie war vom Hort nicht mehr heimgekommen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp&lt;em&gt;;»So schöne Schuhe hast du«, hatte ihr der Mann aus dem roten Auto zugerufen, und sie war vom Weg ab hinstolziert, ihm das neue Paar zu zeigen. Doch dann zerbrach der Stolz: Tage und Nächte in den Fängen des einen, bis der andere sie im schmutzigen Fahrwasser entsorgte. Und den verlorenen Schuh warf er ihr in den Kanal hinterher...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp&lt;em&gt;;»Lauf, Christa, lauf«, rief er übers Wasser. »Du hast doch so feine neue Schuhe!«&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Zum Schluss übergab Kommissar Zufall den weißen Findling der hysterischen Mutter. Die Kameras waren live mit Beleuchtung dabei. Und im dunklen Kühlfach versteifte das blanke Füßchen, an dem nun seelenruhig ein Zettel hing, mit letzter notwendiger Notiz.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Endlich wurden wir aufgerufen, von einem riesigen Wärter mit krummer Haltung und mächtigem Dampf in der Stimme: »Familie Bernhard Borowsky!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Erst eine Schrecksekunde, dann Erleichterung, und schon betraten wir mit diesem Koloss das Besucherparadies. Er wies uns den Weg bis an unseren Tisch, gegenüber dem Eingang, zur obersten Ecke des Saales.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Dein Vater hat reserviert, er lässt bitten«, zirpste Mutter wie angeheitert, und meine Erinnerung knipste ein Gruppenfoto zum Festtag: Elegant hochgehackte Blondine mit zeitloser Sonnenbrille, dazu der längste Beamtenlulatsch überhaupt und ich, der einzige Marco im Bilde, mit bespucktem, pechschwarzem Scheitel. Ja, auch ich verzwinkerte mir einen Augenblick: Geburtstag ist Geburtstag. Und der haltungsgeschädigte Platzanweiser blieb wie eingeladen bei uns stehen, als aufmerksamer Zuhörer und so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Während wir so auf Vater warteten, beschlich mich die Geschichte unseres letzten Besuches hier: Ganz vorne bei der Türe hatten wir gesessen, und am Nachbartisch war es laut hergegangen. Ein orientaler Familienrat hatte dort wortreich und turbulent debattiert, dreizehn Lärmhälse, alle und möglichst gleichzeitig in Aktion, komplett mit einem dickverwickelten Baby. Ein ungebetenes Flair von frischem Knoblauch war im Raum gehangen, weswegen mein empfindlicher Magen bereits rebellierte. Kurzum, es stank uns gewaltig, von geordneten Besuchsverhältnissen konnte nicht die Rede sein. Den Aufpasser, den sie dabei hatten, schienen sie bestens zu kennen, abgesehen von der Uniform sah der genauso südfremdlich aus. Und so gebot niemand Ruhe, weshalb sie ungestört lamentierten. Dabei taten sie furchtbar wichtig und trugen alle teure Schuhe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vater verfiel bereits ins Nervöse, und ich witterte die Gefahr. Also ließ ich mir eine mittelschwere Blamage gefallen und erbat, die Besuchertoilette benutzen zu dürfen; wie einer, der es nicht gescheit einhalten konnte. Und das vor meinem Vater. Doch meine Absichten waren diesen Austritt wert: Kaum war ich um die Ecke und auf dem Flur hinaus, sichtete ich mir einen dieser jungherrischen Wärter und ging ihn bei aller Vorsicht in Flüsterstimmung an: »Herr Wachtmeister«, druckste ich unbedarft, »im Besuchsraum, da habe ich etwas gesehen, das wird Sie bestimmt interessieren...«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Minuten später, ich war gerade zu meinem Stuhl zurückgekehrt, wimmelte es vor lauter Uniformierten zwischen den Tischen. Die Szene hatte sich schlagartig geändert, in wahrlich filmreifer Manier: Die turbane Knoblauchfraktion wurde aus dem Besuchsverkehr gezogen, allen voran das Neugeborene. Das wurde gezielt beschlagnahmt, da halfen selbst vollste Windeln nichts; im Gegenteil. Und herausgefordert folgte der muezzine Familienclan komplett, zwecks freirechtlichem Protest. Außer einem natürlich, den man zurück in seine Zelle abführte. Dann endlich war das Palaver über die Gefängniskorridore verhallt, die Fenster atmeten sperrig weit offen erste Frischluft, und Ruhe hatte sich eingestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Unwillkürlich schaute ich auch jetzt zu den vergitterten Scheiben hinüber. In der Ferne sah man den Kirchturm unserer Stadt. Die Jahreszeit legte eine graue Atmosphäre um seine Spitze. Klammheimlich erschlich mich ein ungutes Gefühl. Ich schaute zu meiner Mutter und dann auf den Regenschirm, den sie vorsichtshalber nicht zu Hause vergessen hatte. Als unser Lulatsch von seinem Kollegen an der Eingangstüre mit aufgeregten Winkzeichen dorthin befehligt wurde, orientierte sich meine schlechte Vorahnung gar ins Üble. Augenblicklich kribbelte es in meinem leeren Magen, als hätte ich Ameisenauflauf gehabt. Ich sah Mutter an. Mit alarmierter Aufregung kramte sie nach ihren Zigaretten. Wie ertappt schaute sie zu mir über den Tisch. In diesem Moment habe ich mich für sie und ihre hilflose Sucht geschämt. Hauptsächlich aber tat sie mir leid, wieder einmal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir haben meinen Vater an seinem Geburtstag nicht gesehen. Später war meine Mutter noch in den Büros der Gefängnisleitung; ziemlich lange. Mit einem Polizeiwagen fuhren wir durch erneuten Regen nach Hause. Es hieß, die Lokalpresse sei hinter uns her. Ein Trupp Uniformierter begleitete uns bis zu unserer Wohnung. Dort hat Mutter lange geheult. Im Schlafzimmer, hinter der angelehnten Tür; ich konnte es deutlich hören.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als zumindest das Wetter sich beruhigte, bin ich hinaus und habe an der Pommesbude gegessen; Currywurst war mein Leibgericht, mit einer Extraportion an Mayonnaise. Da niemand sonst unterwegs war und ich keine Freunde traf, bin ich einfallslos wieder heimgekehrt, mit einer fiesen Laune und keinem guten Empfinden im Magen. Ausgerechnet bevor ich die Treppen erreichte, musste ich mich übergeben. Und ich erbrach mich in der Treppenkehle, dieser hintersten Ecke der Welt, an jenem Tag meiner Herbstferien, als Vaters Geburtstag sein Todestag war. Sie hatten ihn im Duschraum von Haus III erschlagen. Und genau so kam es bald in die Abendzeitung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;In der Nacht besuchte ich Mutter in ihrem Schlafzimmer. Das riesige Bett war leer. Die Luft ziemlich mies. Und die schweren Vorhänge zugezogen. Sie saß auf dem Boden bei der Heizung, verloren, wippend, mit angezogenen Knien. Die Nachttischlampe spendete ihr armseliges Licht. Um sie herum lagen abgerauchte Kippen. Wie das verstreute Laub kalter Zeiten.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Komm, Mutter«, sagte ich und nahm sie an meine Hand. Dann schlichen wir gemeinsam in mein Zimmer, über jene Grenze hinweg, bis in mein Bett. Ich wollte ihr noch von meinem Traum erzählen, von dem Licht in der Wand, den Lattengerüsten und all den merkwürdigen Gestalten. Doch da schlief sie schon, endlich, zusammengerollt auf der Seite. Ich schob die Decke über sie, behutsam bis hinauf zum Kinn. Eine Weile lag ich so da, von meinem Ellenbogen gestützt, und schaute sie an. Mit der anderen Hand strich ich ihr über die blonden Haare, auf die sie immer so stolz gewesen war, und erkannte, dass sie ja doch eine Heilige war; irgendwie und verdammt einsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;***&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Tage nach der Beerdigung meines Vaters waren die schönsten meiner Kindheit. Es ging sehr ruhig und friedlich zu. Irgendwann einmal haben wir dann mein Zimmer entrümpelt, den ganzen Kram und meine steten Aufzeichnungen einfach vernichtet. Und Mutter verließ nachts nicht mehr das Haus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als ich im Frühjahr eine kleine, klitschnasse Katze nach Hause brachte, unter einem Gullideckel hervorgezogen, hat Mutter sie in ein riesiges Handtuch gewickelt, mich angeschaut, mir mit Spucke den Scheitel neuverlegt und wie überirdisch gelächelt. Da bin ich in mein Zimmer gerannt, habe die Türe verschlossen und geweint. So erleichtert war ich damals.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Doch das alles ist schon verdammt lange her.&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;(Auszug aus Roman »Umstrittene Welten«, ©2010)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-7618893636291719070?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/7618893636291719070/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=7618893636291719070&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/7618893636291719070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/7618893636291719070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2009/10/blutige-hande.html' title='Blutige Hände'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-6374241216021465099</id><published>2009-03-18T16:37:00.000-07:00</published><updated>2009-10-27T06:32:03.745-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Notizen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='IDF Frauen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Israel'/><title type='text'>Heute steht es in der Zeitung...</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 306px; DISPLAY: block; HEIGHT: 400px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5314679624310342130" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/ScGI9b4GQfI/AAAAAAAAA4I/ejm4HrkyX9E/s400/idf+woman.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Die IDF (Israeli Defense Forces) hat hart daran gearbeitet, die Armee für Frauen attraktiver zu machen.« Aha...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 240px; DISPLAY: block; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5314680206740651986" border="0" alt="IDF Frauen" src="http://4.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/ScGJfVmTf9I/AAAAAAAAA4Q/9eFvYkvGq5E/s320/idf+women3.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Prima, denke ich, mittlerweile halbwegs zum Humanist verflacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dann lese ich weiter: »Frauen fliegen nun Hubschrauber, weisen Artillerie-Truppen an und dienen als paramilitärische Polizei...«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; DISPLAY: block; HEIGHT: 214px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5314680699736703762" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/ScGJ8CJuQxI/AAAAAAAAA4Y/XXKbTLqDyDk/s400/idf+women2.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;Schalom.&lt;/center&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1071980.html" target="_blank"&gt;Quelle&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-6374241216021465099?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/6374241216021465099/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=6374241216021465099&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6374241216021465099'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6374241216021465099'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2009/03/heute-steht-es-in-der-zeitung.html' title='Heute steht es in der Zeitung...'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/ScGI9b4GQfI/AAAAAAAAA4I/ejm4HrkyX9E/s72-c/idf+woman.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-6022128771751887605</id><published>2009-02-17T09:50:00.000-08:00</published><updated>2009-10-27T08:28:39.562-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Impressionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tod'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Impressionen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;An der Haltestelle: Dein Stolz ist Deine Fahrkarte durchs Leben, sagst Du und siehst mir dabei nicht in die Augen. Es gäbe gewisse Grenzen, sagst Du und scharrst mit der Stiefelspitze umher. Niemand könne von Dir verlangen, das noch länger mitzumachen, wisperst Du, und Dein Lispeln ist so süß. Es kann doch nicht sein, dass eine Frau einem Mann so verfallen ist, schluchzt Du aus gesicherter Ratlosigkeit. Deine Nase rotzt, und Du wischt großflächig drüber. Ich müsse das doch auch merken, das sei nicht normal, und ich antworte Dir nicht. Ist halt so, was soll ich machen. Ein Bus kommt vorbei, ist nicht unsere Linie, aber die große Pfütze gibt er Dir voll. Über Deinen zuvor noch hellblauen Mantel. In dem Du nun heulst. Und die Nase rotzt. Du schmierst wieder drüber. Dann setzt Regen ein. Ich nehme mir ein Taxi, klappe den Schirm zu und fahre nach Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Beim Mittagessen: Einen Menschen darf man nicht nur nach seinem Äußeren beurteilen, sagst Du und schiebst Dir den nächsten Bissen ein. Der Braten sei der zarteste nicht, sagst Du und ziehst die Stirn kraus einen Moment. Die Stieglers würden heute noch Möbel bekommen, hoffentlich werde das Gerumpel nicht so laut, sagst Du und schickst ein diplomatisches Naja hinterher. Und eine ordentliche Gabel von dem leckeren Sauerkraut. Wir sollten mal wieder ins Kino, so wie früher, weihst Du mich in Deine Überlegungen ein, nicht heute, nein, das hättest Du eher wissen müssen, aber die Tage doch bestimmt einmal. Dann erwischst Du eine fette Scheibe und gibst Dich ihr hin. Ich schenke Dir Wasser nach, weil Dein Glas fast halb leer ist und weil ich Dich liebe, natürlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Im Supermarkt: Das hast Du auch schon billiger gesehen, sagst Du, tust wie beleidigt und rufst mich zum Weitergehen herbei. Du schwitzt in Deinem Mantel, der Laden ist beheizt, und die roten Bäckchen auf neonheller Haut stehen Dir gut. Ich schiebe Deinen Wagen. Der ist bisher leer, Du prüfst die Angebote sehr genau. An den Haarfärbemitteln gehen wir schweigend vorüber, zu frisch ist die letzte Blamage. Dabei hatten wir eine Stunde lang ausgesucht. Aber jetzt trägst Du ja Mützen. Eine ärgert Dich gerade mit ihren aufgeregten Bommeln, doch das merkst Du nicht. Einkaufen ist eben Konzentrationssache. Das weiß ich von Dir. Und drum will ich auch nicht länger stören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Im Krankenhaus: Du wirst den Krebs schon noch besiegen, sagst Du, Du lässt mich nicht allein, und ich sehe Dir Dein Mitleid an. Du streichst mir über die Wange, für eine kleine Ewigkeit, dann fragst Du nach dem Hund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Eines Morgens danach: Nichts ist mehr, wie es einmal war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ute: Ob ich denn nicht gerne hier bleiben würde, fragt sie, und ich lasse es unbeantwortet. Es sei doch alles so wunderbar und romantisch hier, besteht sie drauf und dran, der Ruhe die Stille zu nehmen. Wenn wir es uns leisten könnten, ob ich dann nicht wolle, dass wir an so einem Ort einfach zu bleiben vermochten; auch wenn man es dann vielleicht gar nicht tut, aber diese Freiheit doch wenigstens hätte. Wir können es uns leisten, sage ich ihr Bescheid, und also schweigt sie. Eine Weile stehen wir noch im Sonnenuntergang und schauen übers Meer. Meine Neue und ich.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-6022128771751887605?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/6022128771751887605/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=6022128771751887605&amp;isPopup=true' title='43 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6022128771751887605'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6022128771751887605'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/impressionen.html' title='Impressionen'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>43</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-3585147635679942920</id><published>2009-02-16T03:51:00.000-08:00</published><updated>2009-02-19T15:06:17.004-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='familiäre Krankheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1. Platz im BookRix-Schreibwettbewerb Web Your Book 2009'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Familienkrankheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Müde</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ständig hatte sie gefroren. Auch noch wenn wir sie in dicke Decken gehüllt und ihr die Mütze übergezogen hatten; und obwohl ihre Stirn glühte wie ein lichter Ofen, tagein, tagaus.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Doch nie hat sie gejammert oder sich beschwert, während draußen vorm Fenster die Jahreszeiten wechselten, ohne Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Zitternd saß sie immerfort da, bis sie kraftlos auf ihrem Stuhl in den Schlaf fiel, das kleine Kinn auf die vermummte Brust gesenkt. Ein Häufchen Elend. Dabei musste sie im Schlaf viel glücklicher gewesen sein, fern der Schwäche und all ihrer Kälte. Niemand hätte es gewagt, sie nun zu wecken und ins viel bequemere Bett zu bringen. Also schlief sie meist bei uns im Salon auf dem Stuhl. Man sah sie ja kaum unter all den Decken und der riesengroßen Wollmütze, auch im allerschönsten Sommer nicht. Sie hat uns nie gestört. Ach, hätte sie doch nur...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kein Arzt wusste Rat. Und eines Nachts dann hatte die Kälte vollends von ihr Besitz genommen. Der Hund jaulte, unsere Katze suchte das Weite, Mutter schrie und Vater schluchzte. Die Oma schlug den Köter und fing das Beten an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Kerle vom Bestattungsunternehmen haben bloß mal mit den Schultern gezuckt, sie langsam aus den Decken geschält und auch die Mütze abgenommen. So konnten wir sie also nochmal sehen. Mein Gott, wie schön sie war. Lisa ist nur fünf Jahre alt geworden, da war ich bereits sieben. Ein Engel war sie, ein Engel soll sie ewig sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ihr Stuhl steht jetzt in meinem Zimmer, ich hocke drauf. Mir ist kalt. Ich sollte besser das Fenster schließen. Hätte ich nur die Kraft dazu. Dieser blöde Juliwind macht mich ziemlich kirre, und ich friere. Nur gut, dass Lisas Mütze noch passt, sitzt mir bis tief in die Stirn gezogen. Ich zupfe die Decken zurecht. Und warte auf den Schlaf. Und Lisa. Vielleicht wartet sie auch wieder auf mich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;In meinen Träumen auferweckt entgeht sie mir nicht: Ich stelle mir also vor, wir säßen in einem großen schönen Riesenbaum auf sicherem Ast, lassen die Beine baumeln und singen hübsche Lieder mit derart hellen, klaren Kehlen, dass Spaziergänger denken müssen, es sei ein singender Baum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;_____________&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Text im BookRix-Format als Buch lesen:&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://bookrix.de/book.php?bookID=rabenbruder_1232400075.8669960499&amp;lang=de&amp;page=1&amp;preview=&amp;MaxW=1024&amp;tm=1234743227" target="_blank"&gt;Hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;(1. Platz im BookRix-Schreibwettbewerb »Web Your Book«, 2009)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-3585147635679942920?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/3585147635679942920/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=3585147635679942920&amp;isPopup=true' title='19 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/3585147635679942920'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/3585147635679942920'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2009/02/mude.html' title='Müde'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>19</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-6986822933834036483</id><published>2009-01-28T04:01:00.000-08:00</published><updated>2010-04-21T05:36:42.891-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Aphorismen'/><title type='text'>Aphorismen</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;(Eine erweiterte Auswahl meiner Aphorismen findet man derzeit auf &lt;a target="_blank" href="http://www.aphorismen.de/display_aphorismen.php?search=9&amp;sav=4789&amp;hash=6adbe8b2ab3a52e619c526eff905468a"&gt;Aphorismen.de&lt;/a&gt;.) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Steigerung von Drama ist Trauma.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dem Einsamen kann niemand das Wasser reichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wenn einem alles zugetraut wird, ist das gar kein gutes Zeichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Talente gelten als ungeniert, Genies dagegen als sehr talentiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Schlechte Angewohnheiten haben gute Chancen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dem Bluff ist der Joker nicht mal Trumpf wert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Im Licht kann man kein Dunkel sehen, im Dunkeln aber Licht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wenn Nichtschwimmer tauchen kommt Unruhe ins Meer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Subventionen: Einem Topf ohne Boden kann man nicht mit einem Deckel beikommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-6986822933834036483?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/6986822933834036483/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=6986822933834036483&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6986822933834036483'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6986822933834036483'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2009/01/aphorismen.html' title='Aphorismen'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-7701675700606177715</id><published>2008-12-30T13:29:00.000-08:00</published><updated>2009-06-21T13:15:29.943-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Monsun'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Begebenheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mathematikprofessor'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Nachtschwärmer</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;small&gt;&lt;em&gt;Eine Begebenheit&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Trotz Warnung vorm Tropensturm waren wir so spät noch die nächtlichen Stufen der Altstadt hinuntergelaufen, mein Mathematikprofessor und ich, und kamen endlich jenseits der gelben Laternen zum Strand, die Hafenmauern rückwärts liegen gelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich half dem alten Herrn aus seinen Sommerlatschen, und bald standen wir barfuß an der dunkelmütigen Wassernarbe, die sich genügsam vor uns dehnte und senkte. Keine Schaumkronen und keine angeschwemmten Leichen: Ein weißes Mondlicht jammerte verspiegelt über alles, wolkenlos, seltene Möwenschnäbel kreischten verloren, und aus unsichtbarer Ferne röhrte ein geiles Nebelhorn. Es roch nach Schellfisch und Schmieröl. Gut so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Das Bild war derart liebfertig vollkommen, dass es anhielt, in einen Ruhezustand der Ergriffenheit sich fallen zu lassen, meinem intellektuellen Stande und der belehrten Gesellschaft wegen nicht nur, gebar sich doch hier im Bild, wovon unsere romantischeren Schriften so altmeisterlich erzählten.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich jedoch hatte ganz anderes im Sinn: Zu gerne hätte ich mit dem ehrenwerten Herrn Professor fabuliert und gefachsimpelt. Da er aber der höhere und ältere von uns beiden war, gebot es sich mir, das Schweigen auf keinen Fall zu wortbrechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Doch das Warten ward mir schnell zu lang: Tausendundeine Fragen brannten zwischen meinen Ohren, die Neugierde auf diesen Mann war riesengroß. »Höher, schneller, weiter«, mein Lieber: Wann hatte man schon einmal einen Professor zum Nachtschwärmen? Eine wertvolle Gelegenheit ging sausen, während kühlende Brisen aus dem Irgendwo mit Wetterumschwung drohten. »Die letzte Welle!« betete ich innerlich und drängte, allenfalls die Zeit bis zur nächsten zu verkürzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Mein Blick ging zum Horizont: Die Atmosphäre lud sich zusehends auf, wo obendrein ein flatterhafter Kormoran sich gegen die Richtung und das aufkommende Wetter warf. Und mein Professor stand regungslos stumm da. Er atmete auffällig schwer, wozu ich eher bei mir akutnötigen Anlass zu erkennen vermochte. Ging es denn nicht bald weiter? Dann, fast hätte ich es verpasst, ach hätte ich nur, erhob er seine gelehrte Stimme ins Sprechen: »Dieses Meer kann einen richtig klein machen.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Damit kann es aber nicht rechnen«, raunte ich trotzig entgegen, mit einem Seitenhieb aus der Mathematik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der alte Herr war gut beschwipst nach einem Dinerumtrunk bei Wasserpfeife, und ich dachte mir, er sähe diese kleine Vorlautigkeit nach. Immerhin waren wir weit und breit alleine. Da gab er die Richtung neu vor, mit einer Drehung gegen den Wind, und wir liefen eine Weile den Strand hoch. »Wissen Sie«, meldete er sich nach wenigen Schritten und wider den Wetterlärm, »als ich in Ihrem Alter war, wünschte ich mir, nie ein Moralist zu werden. Und heute erfülle ich mir diesen Wunsch, zu meiner eigenen Erhaltung. Bilden Sie sich also nichts darauf ein!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich blieb wortlos.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Und wenn die Ungeduld Sie einmal wieder plagt, junger Mann,« rief er gegen den auflebenden Monsun, »dann machen Sie sich gefälligst in die Hosen! Sie werden Kurzweil genug haben, auszuklamüsern, wie Sie da wieder rauskommen!«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Den Rest gingen wir stumm aber stramm. In die Altstadt zurück, ins Quartier. Und jeder zu seiner Schlafstatt. Dort, eingebettet, versanken die Gedanken: Endzeit flog schließlich vorbei, wo abwartend Stille stand und Hoffnung, auf mildere Wiederherstellungsart.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Am nächsten Tag, bei Licht, war er korrekt und freundlich wie immer. Aber da waren wir auch nicht alleine, und sein nüchternes Grinsen saß wieder intakt über der inneren Arroganz.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-7701675700606177715?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/7701675700606177715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=7701675700606177715&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/7701675700606177715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/7701675700606177715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/12/nachtschwrmer.html' title='Nachtschwärmer'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-3297357650034076243</id><published>2008-12-22T08:36:00.000-08:00</published><updated>2008-12-23T05:53:06.780-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ohne Worte'/><title type='text'>Da schau her...</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SU_CtRXIRBI/AAAAAAAAA3U/ysm3uFxPSQ8/s1600-h/looking1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 580px; height: 494px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SU_CtRXIRBI/AAAAAAAAA3U/ysm3uFxPSQ8/s400/looking1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282654970939196434" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SU_Cy2iesvI/AAAAAAAAA3c/bbVWEvI1X48/s1600-h/looking2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 580px; height: 327px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SU_Cy2iesvI/AAAAAAAAA3c/bbVWEvI1X48/s400/looking2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282655066818261746" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-3297357650034076243?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/3297357650034076243/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=3297357650034076243&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/3297357650034076243'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/3297357650034076243'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/12/da-schau-her.html' title='Da schau her...'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SU_CtRXIRBI/AAAAAAAAA3U/ysm3uFxPSQ8/s72-c/looking1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-3492731531598219955</id><published>2008-12-15T12:02:00.000-08:00</published><updated>2009-02-22T04:12:30.199-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirklichkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Die Wirklichkeit scheitert am Traum</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;  Anklage: »Er galt als hochintelligent, aber reserviert«, sagte ein ehemaliger Kollege von der Universität. Ein anderer Weggefährte, der heute an der Fachhochschule unterrichtet, sagte, es sei schwer gewesen, mit ihm zusammenzuarbeiten, da er »nicht sehr kommunikativ« gewesen sei. Nichts davon war verwerflich oder gar verboten. Jedenfalls war er immer Herr der Lage. Und irgendwen hatte gerade das wohl gestört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Urteil: Die Sonne brannte herunter, und der Baron lächelte leise. Er war ein kleiner, quirliger Mann, der stets edel aussah bei allem was er tat, uneinholbar elegant, mit freundlichem, immer ein wenig staunendem Blick. »Wir werden der Sache schon auf den Grund gehen«, versicherte er, unaufhörlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Berufung: Abgelehnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Vollstreckung: Am siebzehnten Tag aber wurde ihm das Bein abgeschlagen; das Unvorstellbare war geschehen, oberhalb vom Schenkelknochen. Sie hatten ihm keine Gnade gewährt und auch keinen weiteren Aufschub; das Urteil ward vollstreckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Folgen: Über Monate danach bestimmten Schmerzmittel seine Launen und herrschten auch über sein Erinnern, Vergessen und Träumen. Es waren durchaus schöne Momente dabei...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SUa5_wTN-TI/AAAAAAAAA3M/-0C7srdX4JI/s1600-h/stepOut.jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; DISPLAY: block; HEIGHT: 400px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5280112118086891826" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SUa5_wTN-TI/AAAAAAAAA3M/-0C7srdX4JI/s400/stepOut.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-3492731531598219955?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/3492731531598219955/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=3492731531598219955&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/3492731531598219955'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/3492731531598219955'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/12/die-wirklichkeit-scheitert-am-traum.html' title='Die Wirklichkeit scheitert am Traum'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SUa5_wTN-TI/AAAAAAAAA3M/-0C7srdX4JI/s72-c/stepOut.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-6937332481064897798</id><published>2008-12-15T03:53:00.000-08:00</published><updated>2008-12-15T03:56:30.602-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rabenbruder'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rabenlyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rabenseele'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Poesie'/><title type='text'>Rabenbruder</title><content type='html'>&lt;br/&gt;&lt;center&gt;Ist einerlei von wo er kommt,&lt;br /&gt;ist zweierlei wie`s ihm geht,&lt;br /&gt;ist meinerlei, ist mein Rabenbruder,&lt;br /&gt;ist keinerlei Freude gewöhnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schattig sein Gefieder,&lt;br /&gt;feist der Flügelschlag,&lt;br /&gt;stürzt auf mich nieder,&lt;br /&gt;am Rabenbrudertag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er droht, er lacht, er krächzt,&lt;br /&gt;geht auf und ab, unverhofft,&lt;br /&gt;dreht und wendet die Welt um sich herum,&lt;br /&gt;mit durchgedrückten Knien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er mag nicht für mich taugen,&lt;br /&gt;hat zuviel schon gesehen,&lt;br /&gt;mit seinen Rabenaugen:&lt;br /&gt;unheilvoll sein Krähen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind von einer Sorte,&lt;br /&gt;aus selbem Nest gehüpft,&lt;br /&gt;und keines seiner Worte&lt;br /&gt;mir entschlüpft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schreit und fuchtelt, spuckt und tritt,&lt;br /&gt;aufgeregt sein Gang,&lt;br /&gt;empört, verstört im Augenblick,&lt;br /&gt;bis er endlich nicht mehr kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lege meinen Flügel&lt;br /&gt;auf seine Schulter hin,&lt;br /&gt;so schwarz die Rabenseele,&lt;br /&gt;ich ihr doch Bruder bin.&lt;/center&gt;&lt;br/&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-6937332481064897798?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/6937332481064897798/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=6937332481064897798&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6937332481064897798'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6937332481064897798'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/12/rabenbruder.html' title='Rabenbruder'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-2149688800214273023</id><published>2008-12-03T23:39:00.000-08:00</published><updated>2009-06-09T15:53:05.456-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tod'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schwarze Literatur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='mystisch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Vom Leben gezeichnet</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;a href="http://katzenelson.files.wordpress.com/2008/02/huh1.gif"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 480px; height: 105px;" src="http://katzenelson.files.wordpress.com/2008/02/huh1.gif" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;Ich&lt;br /&gt;sah&lt;br /&gt;das&lt;br /&gt;Paradies ist abgerodet&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Gestern habe ich den Einseeligen gesehen, im Duell gegen den Tod. Mit unrechten Waffen kämpften beide, bis zum bitteren Ende. Erst habe ich sie gar nicht erkannt, sie traten aus der Dunkelheit als seien sie aus ihr gemacht. Sie waren Brüder unserer Zeit und Mitte, von sicherer Willenskraft, mit undurchdringlichen Augen. Möglichst teilnahmslos schaute ich ihnen eine ganze Weile zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Wenn es dir also um die Ehre letztendlich geht«, rief der Einseelige mit seiner allzeit geölten Stimme, »dann hast du doch gar nichts zu verlieren!« Er hatte noch immer sein gescheites Gesicht und die schlohweißen Haare lang; mit jeder leichten Wendung des Kopfes flogen sie umher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Sie gefallen mir!« schallte es vom Gegenüber zurück, in seltsam hohlem Ton. »Aber wir stehen hier nicht im Genesis der Entstehungsgeschichte.« Gelächter kam aus dem grimmigen Halbdunkel der Nacht, erinnerte an den drohenden Ernst. Und dann schlug der Tod zu; er, ohne Sünde, warf den ersten Stein, mit blutgierigen Augen und siegesgewissem Blick, ob all der unerbittlichen Schmerzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Einseelige, ein Taschentuch auf den Mund gepresst, die blauen Augen hervorgetreten und mit Tränen gefüllt, den Blick starr voran ins Blinde entrückt, den Oberkörper vorgeneigt, leicht taumelnd, sprach in mürbem Flüsterton, gleichsam hadernd und beschwörend: »Fürwahr, Gott hat nachgelassen.« Dann hauchte er aus und fiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Früher«, seufzte mit merkwürdig fliegenden Gesten der Tod, die letzte Erniedrigung dem Totengräber überlassend, »früher war alles viel jünger; selbst der Mond, der Sand und die Ferne.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Zwei Wolken flogen aufeinander zu, berührten sich im Gruß und stoben auseinander, bald zu Fetzen gestückt und immer weiter, möglichst auf den schmalen Schultern jener Hoffnung, die noch nicht war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich hatte genug gesehen und ging.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-2149688800214273023?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/2149688800214273023/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=2149688800214273023&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2149688800214273023'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2149688800214273023'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/12/vom-leben-gezeichnet.html' title='Vom Leben gezeichnet'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-2487242363277598217</id><published>2008-12-01T09:12:00.000-08:00</published><updated>2009-06-22T14:06:39.270-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lesung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soldaten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Die oder keine</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es geschah in der Adventszeit und während so einer Lesung: Ich hätte eigentlich aus meinem neuen Werk vortragen sollen, »Schnepfenblut« unter dem Pseudonym &lt;em&gt;James Mc Bryan&lt;/em&gt; - irgendwann, sobald ich an der Reihe wäre. »Jeder kommt dran«, das hatte man versprochen, auch mir...&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich saß also im Publikum, das vor allem aus vierzig Autoren und Autorinnen bestand, die meisten nach langer Anreise wie ich; wer liest schon in der Heimatstadt vor. Auf meinen Knien lag die Liste der angekündigten Akteure, meinen falschen Namen hatte ich fett unterstrichen. Darunter hielt ich mein Manuskript. Außerdem war die Lokalpresse da, mit Blitzlicht-Technik ausgestattet. Und das, obwohl gleich vor der Türe der alljährliche Weihnachtsmarkt eröffnet wurde. Vor sieben Jahren, so ging das namenlose Gerücht, hatten sie bei dieser traditionsbewussten Vortragsveranstaltung hier ein Genie entdeckt. Seitdem fanden sich alle möglichen Gesichter ein, auf Verdacht und Teufel komm raus. Ich wartete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ein bleicher Zeitgenosse mit glitschig maisgelbem Haarscheitel stand auf der Bühne am Pult und las seines unter der Leselampe hervor ins Mikrofon, seit bestimmt schon einer viertel Stunde. Es ging um einen Hund, glaube ich. Er war kaum zu verstehen, machte einen gehetzten Eindruck und nuschelte im Eiltempo einen Text runter, der sich als schier unendlich erwies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vor ihm war dieses Mädchen dort oben gestanden. Die hatte optisch nichts zu bieten gehabt und nur einen Satz vorgetragen, einen knappen Satz, mit leiser Stimme, wohlgemerkt. Sie bekam aufbrausenden Applaus dafür. Als sie abtrat merkte man ihr die Daseinsfreude an, in ihrem Glauben, mit der Kürze an sich gescheite Kunstfertigkeit bewiesen zu haben. Dabei waren alle nur heilfroh, dass sie sich derart kurz gefasst hatte, waren dankbar und ich auch. Mein Beifall dauerte länger als ihr Auftritt und lauter war er sowieso. Und während ich noch bereute, nicht wenigstens diesem einzigen Satz von ihr gelauscht zu haben, wer weiß, vertrödelte ich, mit dem Klatschen aufzuhören. Die anderen auch. Sie jedenfalls fand sich genial; soviel beifallzeugende Autoren im Publikum konnten schließlich nicht irren, wir waren doch alle vom Fach. Die Ärmste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und dieser Knabe da oben fand nun gar kein Ende. Einer hätte mal mit Buhrufen anfangen können, aber nein, offensichtlich nicht. Niemand gab sich her. Ich rutschte tiefer in meinen Sitz. Ausruhen, abschalten, das ist immer gut, wer weiß schon, was einen als nächstes im Leben erwartet. Man sollte immer ausgeruht und gut bei Kräften sein.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Plötzlich, als hätte er ausgerechnet mich durchschaut, hob er seine Stimme, trug Hasstiraden gegen Eltern und Lehrer vor. Es konnte einem Angst und Bange werden, solche Ausdrücke kannte der. Mich befiel die Ahnung, dass er überhaupt nicht las, sondern nun frei fabulierte. Er steigerte sich da in etwas hinein, flippte völlig aus, sein Kopf machte gefährliche Bewegungen, verfärbte sich hin und her. An ein Nickerchen war jedenfalls nicht mehr zu denken. Und dann, nach ein paar weinerlichen Zwischentönen, war er unverhofft fertig. Erschöpft schob er seine Blätter ineinander, hoffentlich war niemand im Saal, der ihn kannte, und verließ unter spärlichem Applaus das Pult. Er war so schmächtig, sobald er aus dem Leselicht heraustrat, mit furchtbar dürren Armen, das hätte ich gar nicht gedacht. Ich folgte ihm noch eine Weile mit den Augen, bis er gänzlich verschwand. Dann wurde es merkwürdig still für eine Weile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auf der anderen Seite der Bühne kam endlich eine neue Kandidatin, eine brünette, die wenigen Stufen hinauf, mit hängendem Kopf unter langen Haaren, als sei es der Weg zu ihrem Schafott. Doch ich sollte mich getäuscht haben: Sie legte ihr gestapeltes Manuskript aufs Pult, schaute selbstbewusst in die Menge, schaute mir in die Augen, ließ den Blick weiter schweifen, nagelte einen jeden an sich fest, kaum dass sie erstmal dort oben stand. Eine Welle beeindruckender Erhitzung durchfuhr mich. »Die oder keine!« dachte ich und setzte mich aufrecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und dann begann sie zu lesen, mit unwiderstehlicher Stimme. Sie rollte jedes R, mal zart, mal tollkühn, aber immer gekonnt, ich erinnere ihre Worte: »Sie haben die Ehrlichkeit abgeschafft. Zur besseren Tarnung. Und die zerreißt ihnen nur, wenn sie Soldaten zujubeln. Schließlich ist Revolution immer überfällig, wenn gerade keine ist. Und so schreien die Gerechten unter uns: Höher, schneller, weiter!« Sie las eindringlich, ja abenteuerlich ihre Zeilen, machte üble Pausen, als sei sie wer persönlich. »Sie weinen nur noch unter der Dusche, leise, damit man sie nicht hört; dafür aber duschen sie reichlich. Man kann sie nicht sehen, wenn sie es tun. Sie verschließen die Türe hinter sich und vor der Welt. Und wenn man sie nachher fragt, warum die Augen gerötet sind, schieben sie die Schuld auf die Seife, schlucken ein Aspirin. Wussten Sie, dass heutzutage Seife schuld ist, wenn einer weint? Verdammt nochmal. Und dann schreien sie erneut nach Revolution, falls gerade keine ist und jubeln wieder den Soldaten zu. Sie haben die Ehrlichkeit abgeschafft, zur besseren Tarnung.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich war hin und weg. Die oder keine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Typ von eben, der blasse Schwächling, erschien plötzlich neben mir aus dem Nichts, setzte sich auf den freien Platz zu meiner Linken. Ich dachte mir, warum jetzt, schau nur, dieses Mädel da oben, die hat es drauf! Man sollte nie unüberlegt einen freien Sitz neben sich zum besten geben - dann beugte er sich unendlich aufdringlich rüber zu mir, mit schlechtem Atem, er musste rohen Fisch gegessen haben oder so, und fragte mich, hastig nuschelnd mit seinem sprachlichen Markenzeichen: »Fandest du mich gut?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Halt die Fresse!« zischte ich ihn an. Klar, mit einem wie dem konnte man es ja tun. Er hat sich wahrscheinlich sofort mein Gesicht eingeprägt und wird über mich herziehen beim nächsten Mal am Pult, in einer noch fremderen Stadt. Dann trat das Mädel von der Bühne ab, unter stürmischem Beifall; ich hatte glatt ihren Schluss verpasst wegen dem Trottel, hätte ihn umbringen können, hätte ich nur können!&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Schwachkopf«, fauchte er mich an und stolperte durch den allgemeinen Jubel davon. Verdammt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Einer von rechts gab mir nun Zeichen, ich sollte auf die Bühne rauf, ich war an der Reihe. Ich nickte ihm zu, stand auf und verließ in anderer Richtung den Schauplatz nach hinten hinaus ins Freie.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Draußen stank es nach Weihnachtsmarkt, Gebackenem, Parfümiertem und Glühwein. Ich setzte mich auf eine Bank abseits und dachte nach, über die Tarnung und die Revolution und ob ich meine Tarnung revolutionieren sollte. Da sah ich sie, die Vorleserin, keine sechs Schritte von mir vorübergehen, in einen langen blauen Wollmantel gehüllt, mit gesenktem Kopf, unverkennbar. »Die oder keine!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie aber lief weiter, ohne mich zu bemerken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;So blieb ich alleine, meinem todsicheren Geschmack für tolle Frauen mal wieder treu: »Oder keine.« Ich sah mich um. Soldaten waren an diesem denkwürdigen Ort jedenfalls nicht zu sehen. Wahrscheinlich duschten sie mal wieder, zur besseren Tarnung, ganz leise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als es dann auch noch zu regnen anfing, stellte ich den Kragen hoch und verließ diese trostlose Stadt.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-2487242363277598217?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/2487242363277598217/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=2487242363277598217&amp;isPopup=true' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2487242363277598217'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2487242363277598217'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/12/die-oder-keine.html' title='Die oder keine'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-2240128085948921600</id><published>2008-11-29T10:28:00.000-08:00</published><updated>2008-12-01T08:32:12.644-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='alte Fürstin'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pernod'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Früchtchen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geständnis'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='sturzbetrunken'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Abstinenz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prügel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hund'/><title type='text'>Die fette Magd</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/STGQU5OQ6HI/AAAAAAAAAuM/QKCo9wjXhtk/s1600-h/Magd.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 224px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/STGQU5OQ6HI/AAAAAAAAAuM/QKCo9wjXhtk/s320/Magd.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5274155327259994226" /&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der fetten Magd war aufgetragen worden, sich zu stellen, und so kniete sie vor ihrer Herrin, zum Geständnis bereit: Es seien die kleinen Erdbeertörtchen des Sonntages gewesen, so kamen die kläglichen Versuche, die hätten es ihr angetan. Die fette Magd schluchzte und fuhr zu beschreiben fort, wie die Früchte in Pernod eingelegen hätten, bis ihre Finger hinlangten; alles habe so herrlich geschmeckt. Ihr sei ganz wohlig geworden, überall, rundherum, da hätte sie weiter genascht. Ein Absinth ist ein Absinth ist ein Absinth, und bald waren keine Beeren mehr. Da hätte sie die Schüssel leergetrunken, auf den Boden geworfen und mit dem Hund geschimpft - der hat dann furchtbar Prügel bekommen. Das Schrecklichste aber sei, dass sie sturzbetrunken wär, mit diesem Schluss fiel sie vornüber und verschwieg.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die alte Fürstin, die trotz Mühe alles mitangehört hatte, fischte sich das sperrige Gebiss aus dem Maul, legte es in ein bereitgestelltes Glas zur Seite und stemmte sich aus den schweren Lehnen ihres Thrones hervor. Sie griff nach einer Peitsche, es lag ein Dutzend zur Auswahl, ging die drei Stufen hinab zur fetten Magd und schlug mit unerwarteter Wu(ch)t erbarmungslos auf sie ein, immer wieder, während sie zahnlos schrie: »Das Schrecklichste ist, dass sie den Hund verprügelt haben, du fette Heuchlerin, was interessiert mich deine Abstinenz?!«&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-2240128085948921600?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/2240128085948921600/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=2240128085948921600&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2240128085948921600'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2240128085948921600'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/die-fette-magd.html' title='Die fette Magd'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/STGQU5OQ6HI/AAAAAAAAAuM/QKCo9wjXhtk/s72-c/Magd.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-5241569269799327673</id><published>2008-11-29T05:02:00.000-08:00</published><updated>2009-06-09T16:00:10.059-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blondine'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kneipenwette'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Domplatz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='nackt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kneipe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polizei'/><title type='text'>Zur Stunde</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;em&gt;- Eine Kneipenwette -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich stehe heute Abend, und daran bin ich selber schuld, hier im Dunkeln auf dem Domplatz splitternackt und friere. Die Füße habe ich zusammengestellt, um mich herum eilen Menschen. Bauch rein, Brust raus, Kopf in den Nacken; der Dom ist beleuchtet...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bookrix.de/showextpicmaxXY.php?x=500&amp;y=500&amp;p=http%3A%2F%2Fwww.wdr.de%2Fthemen%2Fglobal%2Fwebcams%2Fdomcam%2Fdomcam_live.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://bookrix.de/showextpicmaxXY.php?x=500&amp;y=500&amp;p=http%3A%2F%2Fwww.wdr.de%2Fthemen%2Fglobal%2Fwebcams%2Fdomcam%2Fdomcam_live.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die meisten Geschäfte sind noch geöffnet...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich halte meine gestreckten Arme seitlich angehoben vom Körper zum Kreuz hin und lasse auch mal den Kopf hängen: Vor mir liege ich auf der Schattenseite vom Reklamelicht neu gezeichnet; wie eine abgelegte Marionettenkarikatur, Abteilung Scherenschnitt, Marke Jesus, leicht verzerrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Eine Frau rast heran, mitten durchs Bild, ohne theatralisches Feingefühl. Ihre Einkaufstüten funkeln farbig. Ob mir nicht kalt sei, fragt sie barmherzig. Ich sage ihr, ich friere. »Hier, nehmen Sie, junger Mann.« Sie legt mir einen Schal um.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dann schleppt sie die Einkäufe mit sich fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Aus einer kleineren Horde von Beistehenden löst sich halbwegs spontan ein Kerl und kommt auf mich zu. Groß, behäbig, mit Vollbart, tüchtiger Hausbär, spricht albanisch. Er legt mir einen platten Karton hin. Ich steige darauf, entkomme barfuß dem einsetzenden Bodenfrost. Meine Kiefer schlackern aufeinander, dass es mir um die Zähne bangt, und ich beiße sie zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ein Kind bringt eine Decke. Wo hat das Kind die Decke her?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Ausländerbär kehrt also um, legt mir die Decke auf die Schultern hoch, zupft dran, macht sie zurecht. Dann lässt er noch seinen Pullover da, bindet ihn mir über die Lenden und geht frierend davon. Ich zittere am ganzen Leib. Ein fieser Wind fegt zu dieser Stunde den Domplatz, kalt und bissig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Einige Minuten vergehen. Ich harre aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Typ vom Imbiss schlendert unentschlossen her, setzt mir zimperlich seine fettige Mütze auf. Fast glaube ich, er ist nicht nur gekommen, dem Schauspiel publikumswirksam seine Reklame überzustülpen. Wortlos geht er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dass es eisig kalt ist, sagt mir nun eine alte Dame Bescheid. Sie nickt dabei, ich könnte mir ja wer weiß was holen. Ich bestätige ihr, dass ich friere, und sie geht protestierend weiter. Was soll ich sagen, sie hat ja recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Eine Gruppe Touristen-Japaner poltert aus dem Dom, lachen, als sei ihnen Gutes widerfahren. Doch dann entdecken sie mich. Fotos, die um die Welt gehen werden, spärlich belichtet. »Nich kalt?« erkundigt sich ihr lustiger Anführer. Ich sage ihm, ich friere, und er versteht nicht. Seine Übersetzung pariert dagegen sehr, und alle lachen. Außer mir. Bald sind wir fertig miteinander, und sie tapseln weiter. Ein Ungeheuer von einem riesigen Reisebus schluckt sie schließlich in seinen warmen Bauch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Stimmung drückt. Mein Zustand offenbart sich als Verschleißerscheinung. Bis über die Knie spüre ich die Beine nur als eiskalten Schmerz, glaube ich. Richtig weh tun aber erst Krämpfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ein Betrunkener spendiert mir seinen Mantel, habe ihn gar nicht gesehen. Er kriegt den Loden nicht über die Decke auf mich drauf und legt ihn mir zu Füßen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich denke an Ruhm, Rum und Rummel in der Karibik. Jemand applaudiert, gibt sich als Großstadtlegendenfan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Etwas links von mir steht eine dralle Blondine, ein wildes Bildnis von einer gepflegten Frau. Verwegen das Ganze. Es gibt Tage, da denke ich, mit meinem Wetteifer manches über Maß zu entbehren. Vielleicht lebe ich nur meiner großen Klappe hinterher und bin gar kein Held. Bettel ich bloß um Ehre oder kämpfe ich für Gnade schon? Saßen die anderen nicht im Warmen vorm Bier?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Doch was sage ich, sieh nur, nun kommt sie auf mich zu, die von eben, scharfe Blonde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Neben ihr verblasst der Dom, mein Innerstes hört auf, zu frieren. Eine wie sie könnte ich bis zum letzten Atemzug lieben. Noch ein paar solcher Herzschläge, und das wars. So eine Frau dürfte nur in Begleitung einer Ambulanz auf die Straße! Mein Gott, sieht die gut aus. Wieviele vor mir sind auf diesem Platz öffentlich zu Tode gekommen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie erhebt ihre Stimme ins Zwitschern, ich rekapituliere, dass sie nichts hat, mich zu wärmen; sie deutet mir die Unverzichtbarkeit ihrer Habseligkeiten an. Und riecht dabei viel besser als die verdammte Kälte. Ich will sie nach einer Umarmung fragen, weil mir wirklich zapfenkalt ist. Doch nun ist sie schon weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und von rechts nähert sich ein Polizist. Zusammen mit zwei Politessen. Ein Wichtigtuer hetzt fuchtelnd neben ihnen; er ist mein Judas. Das wurde aber auch Zeit! Ich steige vom Karton und eile davon...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Boah, ist das kalt. Beim nächsten Mal lasse ich mir auch so etwas Gemeines einfallen wie Spencer und jetzt ab und zurück in die Kneipe. Vielleicht überhole ich die Blonde ja noch, wenn ich nur tüchtig renne. Das wäre nicht so schlimm für sie, ich bin kein schlechter Kerl. (Einige Meter entfernt befragt die aufgeregte Polizei harmlose Passanten nach mir.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bitterlich kalt. Aus den Büschen zerre ich mein Zeug, die Klamotten, ziehe Hosen über, schnell, werfe fremden Ballast ab und stürme voran. Zack, und die Treppen hinunter…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da drüben läuft sie ja!&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich hoffe, sie glaubt mir und kann unerschrocken lachen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-5241569269799327673?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/5241569269799327673/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=5241569269799327673&amp;isPopup=true' title='11 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/5241569269799327673'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/5241569269799327673'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/zur-stunde.html' title='Zur Stunde'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>11</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-5360610993877796340</id><published>2008-11-27T18:56:00.000-08:00</published><updated>2008-11-27T19:08:19.226-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bauernhof'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiergeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Märchen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kuh'/><title type='text'>Märchen</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es war einmal ein kleiner Bauernhof. Klein, weil der alte Gutsherr auf seine letzten Tage schlechterdings verarmt war und nur eine Kuh sein Eigen zu nennen noch schaffte. Diese allerdings gab erstaunlich gute Milch und reichlich, so dass der gebrechliche Herr doch genug für seinen Lebensabend überhatte. Wenn er die Kuh morgens entsaftete, muhte sie allzeit zufrieden und leckte ihm mit ihrer feuchten Zunge behutsam den Arbeitsschweiß aus der gefurchten Stirn - und alles war gut zwischen ihnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nun begab es sich eines Tages, dass ein junger Mann an der weidlichen Spärlichkeit des Bauern vorüberkam und diesem beim beschwerlichen Werken eine Weile zusah. »Hört, mein Herr«, hob er dann eine ausgelaugte Stimme ins Sprechen, »ich komme von weit her, habe Haus und Heimat aus den Augen nicht nur verloren, meine Beine sind lahm geworden und allzu schwer vom irrlangen Wandern. Gebt Ihr mir Ruhstatt und eine warme Mahlzeit nur, so werdet Ihr es nicht bereuen. Ich kann Euch gut zur Hand gehen und Euch vieles erleichtern.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Bauer, der im erreichten Lebensalter wohl schroff wirken mochte, aber im Grunde seines Herzens ein guter Mensch doch war, nahm den jungen Mann in sein karges Haus auf und gab im Teilen bereitwillig her, was sein bescheidenes Haben derart erlaubte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;So saßen sie beim zufriedenen Küchenfeuer bis in den späten Abend, redeten und erzählten und verstanden einander ausnehmlich gut, dass der Bauer den Fremden gerne als Knecht zum Tagelohn bei sich aufnehmen mochte. Und so geschah es dann auch, noch bevor sie sich zum Schlaf niederlegten, von dem der Alte nicht mehr erwachen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Am nächsten Morgen dann, in aller Früh, begab sich der Junge zur Kuh und melkte sie, wie es der Alte seit jeher getan hatte. Darüber wunderte sich die Kuh, zumal es sich am folgenden Tag nicht anders wiederholte, und so fragte sie letztendlich nach: »Sag an, Geselle, wo ist mein Herr verblieben, der zu mir gehört?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Völlig verdutzt hielt der Junge im Melken inne, und als er sich einigermaßen besonnen hatte, sprach er leise seinen Bericht: »Es tut mir leid, liebe Kuh, aber dein Herr war schon alt. Gott rief ihn zu sich, mit ihm den Himmel zu teilen. Er verstarb in vorletzter Nacht.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Aha, im Himmel ist er also,« rief die Kuh und schaute bis ganz nach oben hinauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als tagsdrauf der verwaiste Melker wiederkam, sah er nur und gerade noch, wie die Kuh hinter einer Wolke ins Jenseitige entschwand. Da wurde er selbst seltsam traurig, lief in den Stall und suchte nach der längsten Leiter.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-5360610993877796340?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/5360610993877796340/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=5360610993877796340&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/5360610993877796340'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/5360610993877796340'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/mrchen.html' title='Märchen'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-8198582296384867936</id><published>2008-11-27T10:43:00.000-08:00</published><updated>2008-11-27T10:52:19.943-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filmkritik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schaupieler'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Neger'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Film'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='England'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rassismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kritik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juden'/><title type='text'>Verriss</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Film handelte von einer Engländerin, die ein Baby von einem Neger zur Welt gebracht hatte; damit fing alles an.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Das Kind, es war ein Mädchen, hatte wirklich ziemlich dunkle Haut. Die Mutter selber aber, eine gewisse Anne Campbell, eigentlich aus Süd-Wales, war von sehr heller Haut, mit rötlich blondem Haar obendrein. Und sogar Sommersprossen hatte sie, derart hell.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Damit sie samt ihrem Kind nicht so auffalle, und dass die Leute nicht wie verrückt glotzten, versuchte sie ständig, dunkel auszusehen. Der Film hatte echt diese Anmaßung von Sozialkritischem zum Thema, low budget in jener Hinsicht: Anne Campbell färbte also ihre Haare schwarz und dauernd gab sie alles mögliche Geld für Bräunungscremes aus. Nur falls ihr diese kostümreife Verstellung gelang, traute sie sich mit der kleinen Tochter auf die Straße. Sie wurde wirklich sehr hartnäckig damit, geradezu obsessiv. Als hätte sie die Blicke nicht aushalten können, sollte man meinen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und dann zog sie sogar in eine Gegend von London, wo viele Schwarze lebten, nämlich nach Brixton, im Süden der Stadt, in ein schrecklich hässliches Haus, in eine auffallend hübsche Wohnung, wie ich fand. Ein wahrlich furchtbarer Film.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Den Kontakt zu ihren Eltern, ein paar entsetzlich hutzelige Leute bei bester Gesundheit, brach sie völlig ab. So traf sie bald niemanden mehr, der ihr andauernd dumme Fragen und Blicke zuwarf. Mit der Zeit entsorgte sie zudem alte Fotos, bis sie bald selbst vergessen hatte, wie sie einmal gewesen war. Das dunkle Töchterchen aber liebte sie über alles, wie besessen. Jemand anderes war ihr wohl auch nicht geblieben.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als sie einmal versuchte, die Beziehung mit dem Kindvater neu aufzunehmen, der noch vor der Geburt verschwunden war, weil er ein Matrose war oder so, als sie sich also ein paar Mal mit ihm getroffen hatte, da mochte der sie gar nicht mehr anschauen, so dunkel war sie geworden. Es machte ihn rasend, denn ausgerechnet er mochte ja die Blonden so gern.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und in dieser Zeit traf Anne Campbell dann auf einen gewissen Henry Armstrong, ein Zugereister aus Amerika, der beim London Symphony Orchestra Paukenschläger war und anscheinend gut verdiente. Außerdem war er ziemlich dunkelhäutig, weil er selber ein Mischling war. Er sah wirklich aus wie ein Indianer, auf jeden Fall dieser Schauspieler, der sich für ihn auf der Leinwand verausgabte. Und alle waren glücklich, sozusagen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Eines Tages aber verliebte sie sich trotzdem in einen Juden aus der Stadt, einen dieser betuchten Ashkenasi, etablierte Diamantenhändlerfamilie oder so. Der war polnischer Abstammung, blass und sehr blond. Und weil der klar denken konnte, trieb er ihr die Flausen aus dem Kopf, und bald gab sie endlich diese meschuggene Bräunungscreme auf, färbte auch die Haare nicht mehr nach. Dieser Pole fand sie fortan noch viel hübscher, während Armstrong, der Paukenschläger, sie enttäuscht verließ; ganz aufgeregt tat er, schlimme Szene.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie jedenfalls tröstete sich schnell mit dem Juden und wurde noch einmal glücklich, obwohl den das Kind irgendwie nervte.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bis sie eines Tages vom Tod ihrer Eltern hörte. Da war der Vater schon einige Wochen tot und beerdigt, die Mutter jedoch soeben erst. Die hatte nicht wollen, dass man die gute Anne über den Tod des Vaters informierte. Und nur von Amts wegen unterrichtete man sie überhaupt vom Ableben der verrunzelten Mutter, weil es keine Verwandten sonst gab.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Also setzte sich Anne Campbell in einen Leihwagen und fuhr über die Autobahn nach vielen Jahren zum ersten Mal in die Heimatstadt zurück, das Elternhaus aufzulösen, den Nachlass zu regeln, was halt so anfiel, was weiß ich.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wenn ich doch nur eingeschlafen wäre, aber nein. Manche Filme sind so schlecht, sie eignen sich nicht mal dazu.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ein unerträglich langer Teil des Streifens wurde mit dieser Autofahrt bestückt: Man musste zuschauen, wie jene Anne da über die M4 - welche von London im Osten, vorbei am Flugplatz Heathrow in Richtung Westen nach Bristol und Süd-Wales führt - entlang zuckelte, in diesem Kleinwagen, der anscheinend über das merkwürdigste Radio der Filmwelt verfügte, denn es gab nur klassische Musik von unbekannten Komponisten her, über deren Unbekanntsein man sich wirklich nicht zu wundern brauchte; es war niederschmetternd.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Erst als die junge Frau endlich ankam, erfuhr sie, man hatte die Mutter noch gar nicht beerdigt, sondern vielmehr auf die Tochter gewartet. Anne Campbell ging also ins Krematorium, wo die knitterige Mutter im Kühlfach lag. (An der Stelle hatte ich mir vorgestellt, wie es wäre, wenn sie praktischerweise das Autoradio vor Ort einäschern lassen würde. Ich hätte es getan.)&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Arzt dort sagte ihr, das alte Mütterchen, diese zierliche, geschrumpfte alte Frau, hätte Bräunungscreme gegessen, etwa fünfhundert Gramm, und sei daran gestorben. Der ganze Magen sei verklebt und vergiftet gewesen, es müsse qualvoll gewesen sein. Da brach der Tochter das Herz und der Verstand, sie fuhr heim, ohne dass Gott sei Dank die vollständige Rückreise gezeigt wurde, und erstach ihr kleines Mädchen, das gerade eine Woche vorm zehnten Geburtstag stand.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dann kam sie ins Gefängnis und wurde therapiert.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nach drei Jahren wurde ihr die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt, weil auch keine Wiederholungsgefahr bestand; sie hatte ja niemanden mehr.&lt;br /&gt;Kaum draußen fing sie im ersten Laden erneut ihren Spleen mit der Bräunungscreme an, obwohl es gegen die Bewährungsauflagen verstieß. Und falls sie jemand fragte, gab sie sich stets für ihre eigene Tochter aus, die sie getötet hatte, als könnte das die Kleine sozusagen am Leben halten, wenn sie sich nur fleißig für sie ausgeben würde.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Leute hielten sie also für verrückt, glotzten die Anne Campbell entgeistert an, wo immer sie auftauchte, und tuschelten über sie. Genau das hatte sie am Anfang des Filmes ja eigentlich verhindern wollen, nun war es ihr aber obviously egal - und so schloss sich also der Kreis. Welcher Kreis?&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der komplette Film war wirklich nur deprimierend und ziemlich stupide. Dummes Zeug deprimiert mich immer wahnsinnig, das war gröbster Schund. Nach so was kann ich meist dann ein paar Tage lang gar nicht richtig atmen und auch keine vernünftigen Gespräche führen. Also, diesen Regisseur sollte man wirklich aufknüpfen. Solche Leute können einem nämlich tatsächlich das ganze Leben verderben für eine Weile und sollten aus dem Verkehr gezogen werden.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich meine, irgendwie muss man sich doch gegen die wehren. Die verdienen obendrein noch Geld mit diesem Plunder.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auch verstehe ich gar nicht die Schauspieler, die sich überhaupt zur Verfügung stellen für einen derart vollgestopften Mist. Was haben die eigentlich für Agenten? Wenn die Todesstrafe bei uns einmal wieder eingeführt wird, werde ich mich mal bemühen, sie zu ermitteln. Sie ausfindig zu machen, daran ist mir tatsächlich viel gelegen, ganz im Ernst.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-8198582296384867936?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/8198582296384867936/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=8198582296384867936&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/8198582296384867936'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/8198582296384867936'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/verriss.html' title='Verriss'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-6112258082282918801</id><published>2008-11-24T06:57:00.000-08:00</published><updated>2009-03-02T09:47:53.699-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mrs Baker'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Mrs Baker</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es spielt wirklich keine Rolle, wer ich bin. Für diese Sache, die ich hier erzählen will, meine ich. Da ich eine prominente Person bin mittlerweile, wäre das wahrlich nicht hilfreich. Und für den Sachverhalt selber ist es auch unerheblich. Eine tatsächlich merkwürdige Angelegenheit, das werden Sie mir glauben. Meine Identität jedenfalls ist dabei nicht wichtig. Drum sei sie hier einmal egal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es war damals am Ende meiner Studentenzeit, die ich zu einem angenehmen Teil in Hollywood verbrachte. Dort hatte ich während meiner Arbeit als Aushilfskellner die junge und unverwechselbare Mrs Baker kennengelernt. Nachdem wir uns einmal ausführlicher unterhalten hatten, ich glaube, sie hatte es darauf angelegt, kam sie mich eine Zeit lang in meiner Unterkunft besuchen. Sie war eine auffallend hübsche Person, zierlich und furchtlos zugleich, manchmal vielleicht zu sexy gekleidet, doch stets elegant. Auf ihre todschicke Art war Mrs Baker endlos bezaubernd und sicher einmalig. Sie mochte wohl zwei Jahrgänge älter als ich gewesen sein, kaum mehr, herangewachsen in rechtschaffener Gesellschaft, einen vornehmen Eindruck aufbietend, rassig und gleichzeitig piekfein, Aufsehen erregend, fürwahr. Und obwohl man ihr das Verheiratetsein auch gegen den Wind noch ansah, ließ ich mich doch auf sie ein. Wir waren also durchaus romantisch miteinander, wenn ich das einmal so sagen darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die ganze Angelegenheit war höchst erstaunlich, das gebe ich schon zu. Eine derart sensationelle Frau, die es so gezielt auf mich anlegt hatte, damals, als ich noch gar nicht berühmt war, allenfalls meilenweit davon entfernt. Also wirklich. Ich war so gründlich von ihr eingenommen, dass nicht mal die seltsamen Begleitumstände mich abhielten: So musste ich zum Beispiel eine Art Verkleidung tragen, bevor sie mit mir intim wurde. Stets zog sie einen besengroßen Oberlippenbart aus ihrer Handtasche, den ich mir anzukleben hatte. Zur Ausrüstung gehörte zudem eine Perücke, im Zopf mit armlangen Haaren, die ebenso maisgelb waren wie ihre eigenen. Und dann war da noch diese Brille, die aus randlosen Gläsern bestand, ohne jeden optischen Korrekturwert. Ein reines Fensterglasprodukt, das ich jeweils nur anfangs tragen musste; Schnurrbart und Perücke aber blieben bis wir fertig waren und Mrs Baker ging. So war das. Außerdem nannte sie mich dauernd &lt;em&gt;Arthur&lt;/em&gt;, sobald die Verkleidung saß. An andere Bestandteile unserer Gespräche kann ich mich komischerweise gar nicht erinnern. Das liegt sicherlich auch daran, dass wir überhaupt keine großartigen Absprachen brauchten; viel zu bereden gab es da nicht. Trotzdem hatte ich Mrs Baker gern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Oft konnte ich ihre Besuche gar nicht erwarten, besonders an Abenden, an denen sie nicht stattfanden. Sie war eine verdammt tolle Frau, Sie müssen das verstehen, und zudem eine verflucht gute Tänzerin. Wenn sie sich an meinem Radio zu schaffen machte und über kurz oder lang etwas Passendes fand, einen Walzer, einen Tango möglicherweise, dann haben wir ein paar Mal ausgiebig miteinander getanzt. Mrs Baker beherrschte das Geführtwerden ganz außerordentlich, ließ mich tadellos und schneidig erscheinen, ohne sich dabei selbst wichtig zu machen, so dass wir gemeinsam lupenrein über meine Dielen kamen. Sie verstand es vorzüglich, mich die dumme Verkleidung im Nu vergessen zu lassen. In der Tat hatte ich bald Augen nur für sie. Herr im Himmel, wie wir tanzten! Ich habe bis heute keine gefunden, die auch nur halb so gut war wie sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Selbstverständlich, hin und wieder hatte ich mir schon vorgenommen, Mrs Baker wegen der Maskerade auszufragen. Einige Male allerdings schob ich dieses Vorhaben auf. Bis ich eines Nachts folgenden, durchaus lebhaften Traum durchmachte, der mich wirklichkeitsfern zu ihrer Adresse führte, um sie dort zur Rede zu stellen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Die Eventuelle wohnte in einer Seitenstraße des Glücks, wo sie Besuch von einem wie mir nicht erwartet haben konnte. Würdevoll nahm sie die Herausforderung dennoch an: Sie bereite sich gerade Tee, ob ich auch etwas Heißes bräuchte, einen starken Kaffee, ja aber gerne, das sei weder Mühe noch Problem. Ich folgte ihr bis in die Küche. Hinter ihr nahm ich Platz, wie schon so viele an diesem Tischchen gesessen haben mussten; sie war ein herrliches Wesen und roch nach frischem Tee. Sie redete mit mir, machte Konversation, nichts Schlimmes freilich, alles in bestem Ton. Zwischen ihren Handgriffen fand sie Zeit, die Zuckerdose frisch aufzufüllen; ich mag Frauen, die so was tun. Dann kam sie, wischte die Platte blank, stellte einen Aschenbecher parat. Gegen die aufkommende Hitze des Nachmittages gab sie ein Gläschen Halbgefrorenes her; ein süßliches Gebräu aus Birnensaft, Apfelpürre und Kaktusextrakt, mildgrün in der Farbe, köstlich und erfrischend zugleich. Sie klapperte eine Weile mit Porzellan, dann war das Gedeck schon herbeigezaubert, und wir tranken also Tee und Kaffee. Besonders ihre samtige Unterlippe hatte es mir angetan. Die war sowas von aufregend geschwungen. Und ihre hohe Stirn mochte ich gern; wie es wohl gewesen wäre, unter ihrem Schutz zu stehen. Ihren kleinen Körper hielt sie stets aufrecht, sie musste mal beim Ballett gewesen sein, war sie es nicht noch. Und den winzigsten ihrer Finger spreizte sie formvollendet, sobald sie die Tasse anhob, hinreißend zum Spagat. Ich nippte am Kaffee.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als ich sie schließlich nach jener Verkleidung fragte, mich über Schnurrbart und Zopf gar lustig machte, das Absurde des Kostüms betonend, entschlossen auf Erklärung drang…, da klatschte sie mir eine, und alles war dahin. Bis auf meine Erbärmlichkeit, natürlich.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Erschrocken wachte ich auf, ziemlich verärgert, vorallem über mich. Und noch in derselben Nacht schwor ich jedem Leichtsinn ab, um es mir mit Mrs Baker nicht fahrlässig zu verderben. Sie überhaupt nur zu kennen, galt mir fortan als höhere Fügung des glücklicheren Schicksals, beschützenswert in jenen Zeiten, in denen sonst noch nicht alles so gut für mich lief.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und gerade als ich mich also an die absonderliche Affäre gewöhnt hatte, ich war ihr längst verfallen, ergab sich eine noch viel tiefgreifendere Begegnung der ganz anderen Art, in der Ankunftshalle von Hollywoods Flughafen Fort Lauderdale, wo ich hin und wieder beurlaubte Kollegen vertrat: Dort stand in der Kantine auf einmal ein Mann neben mir, eines blöden Tages, der genauso aussah wie ich in Mrs Bakers Verkleidung. Diese Haare, dieser Schnurrbart, die Brille! Er hatte meine Statur, mein massives Kinn und meine Hakennase, war mir zum Verwechseln ähnlich, wie aus dem Gesicht geschnitten! Ihm selber fiel das natürlich nicht auf, denn ohne meine Verkleidung schienen wir grundverschieden. Ich aber sah ihm die Austauschbarkeit sofort an. Es war mir unmöglich, auch nur für einen Moment meinen Blick von ihm zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie häufig hatte ich mich im Spiegel betrachtet, wenn ich Mrs Bakers Utensilien trug, wie oft hatte ich mich dann gefragt, was sie eigentlich daran fände? Und nun stand dieses Spiegelbild leibhaftig vor mir, ohne mich eigentlich wahrzunehmen. Mir war, als stände ich selbst in Verkleidung neben mir, sozusagen, als müsste ich flink aus einem Traum erwachen oder vom Irrenarzt Hilfe erbitten, falls das jemanden interessiert. Ich war aufgeschreckt und gelähmt zugleich.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Plötzlich drehte sich dieser Mann zu mir um und sah mich durch seine Brille an, die mir nur allzu vertraut war; ziemlich streng, mit herausgeforderter Überlegenheit und gar nicht erfreut, dass ich ihn unverhohlen begaffte seit geraumer Weile. Er las meinen Namen absichtsvoll vom Brustanstecker ab, den ich als Serviceangestellter jedem zur Schau tragen musste. Dann holte er ausreichend Luft, um mich wirksam anzufahren…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Mr Arthur Baker, nicht wahr?«, sagte ich, bevor er überhaupt loslegen konnte. Er staunte. »Sie werden sich nicht an mich erinnern, aber ich bin ein großer Fan von Ihnen,« fügte ich hinzu. Dann ließ ich ihn stehen und ging hinüber zu einem Tisch, an dem die Kundschaft mich nervös herbeiwinkte zum wiederholten Male. Ich spürte meine Beine nicht, meine Arme nicht, spürte gar nichts von mir, sondern nur, wie Mr Baker mir hinterherstarrte, wie er drauf und dran sein musste, mich an der Schulter herumzudrehen, mich zur Rede zu stellen, wiewohl er solch etwaiges Vorhaben dann aber doch verwarf.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ich habe keine Ahnung, was Mr Baker in seinem Leben so trieb, ob man überhaupt ein Bewunderer von ihm sein konnte. Vielleicht war er für sowas gar nicht geeignet. Und doch vertraute ich darauf, dass er sich zufrieden geben würde, und er tat es. Kurz gesagt: Er ging. Sobald ich mich endlich nach ihm umschaute, war er längst verschwunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Seiner Frau, die immerhin von meiner kurzfristigen Aushilfstätigkeit im Fort Lauderdale Airport wusste, hat Mr Arthur Baker offensichtlich über die seltsame Begegnung berichtet; jedenfalls sah ich Mrs Baker fortan nie wieder. Dabei hätte ich mehr denn je einen Haufen Fragen an sie gehabt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die folgenden Nächte verbrachte ich halbwegs betrunken statt nur allein. Ich war ganz niedergeschlagen und für niemanden zu haben. Es brauchte aufwendige Schwerstarbeit, den Verlust jener wundervollen Angelegenheit zu erdulden, deren größter Makel am Ende die Vergänglichkeit war. Eine Weile dachte ich darüber nach, Mrs Baker einen erbärmlichen Brief zu schreiben. Vielleicht könnte der sie umstimmen zu irgendetwas, das mich weniger auffraß. Doch die Idee an sich offenbarte mir erst, wie wenig Rechte ich an ihr hatte. Und so ließ ich es bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Heutzutage, da ich zum Kreise bekannter Schauspieler zähle, frage ich mich manchmal, besonders wenn ich maisgelbe Frisuren sehe, was Mrs Baker so denkt, wenn sie mich in dem einen oder anderen Streifen auf der Leinwand erkennt. Ob ich ihr denn nicht zumindest ein wenig auch ohne Perücke und Schnurrbart gefalle? Immerhin ist die Liste meiner weiblichen Fans ansonsten recht lang. Es wäre mir tatsächlich ein großes Kompliment, wenn Mrs Baker ihren Arthur einmal als mich verkleiden würde. Das wäre schon eine Schmeichelei ohnegleichen.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-6112258082282918801?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/6112258082282918801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=6112258082282918801&amp;isPopup=true' title='25 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6112258082282918801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6112258082282918801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/mrs-baker.html' title='Mrs Baker'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>25</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-2761105548403614876</id><published>2008-11-22T09:38:00.000-08:00</published><updated>2009-02-22T04:57:13.915-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ameisen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Katastrophenalarm</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ginas blasses Gesicht wäre wohl unwiderstehlich hübsch gewesen, wenn nur etwas fleischiger und ohne den verbitterten Ausdruck um jene Unmutsfalten, die ihre Mundwinkel herunterzogen. Sie stand bei der Küchenwand und drückte Ameisen mit dem Daumen platt, die unterwegs zur Mülltüte waren, mit kalten, gnadenlosen Augen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als Lorenz eintrat, hob sie für keinen Moment den Blick; wie eine, die bis zu den Knien in Tränen stand und darüber staunte.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Die Kleine hat gebrochen,« sagte er und sah sich nach Haushaltstüchern um.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Sie kommen aus den Wänden,« sagte Gina leise.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Was?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Die Ameisen. Sie kommen aus den Wänden.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Sei nicht närrisch, das wäre ja schrecklich.« Er fand die Tücher auf dem Kühlschrank.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Sieh doch selbst. Sie kommen aus den Wänden.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Mistviecher.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Man kann nur ahnen, wie viele Millionen von denen hier drinstecken.« Sie zerdrückte zwei auf einmal.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Wir haben noch das Spray in der Garage.« Er ging hinaus.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Gina hatte keine Lust mehr. Sie wusch sich die Hände und ließ die Ameisen für heute in Frieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Sie haben Spray in der Garage, ich habs genau gehört. Wir müssen vorsichtiger sein in nächster Zeit. Ihr Kleines hat auch schon gebrochen - denen ist alles zuzutrauen.«&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-2761105548403614876?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/2761105548403614876/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=2761105548403614876&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2761105548403614876'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2761105548403614876'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/katastrophenalarm.html' title='Katastrophenalarm'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-8063347902560834322</id><published>2008-11-22T09:15:00.000-08:00</published><updated>2009-10-17T13:44:08.343-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balanceakt in Sätzen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Regen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Balanceakt in Sätzen</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Mit gläsernem Pinsel aus dem Nirgendwo des Überalls malt ein Regen seine Symphonie in die betagte Landschaft, unermüdlich und wunderschön, als ginge ihn das hier gar nichts an:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Habe mir soeben beim Rasieren ins Gesicht geschnitten. Mit sanfter Hand nimmt die Neue nun das Blut hinweg. Begutäugt meine Verletzlichkeit. Als müsse sie bald von unfassbarem Martyrium erzählen. Hübsche Beine und gute Augen: Tochter eines marrokanischen Prinzen und einer jemenitischen Tempelhure. Sie reibt sich an mir. Mit schwarzen Haaren und unglaublicher Haut. Sie lutscht das Blut vom Finger, macht ein Dritte-Welt-Gesicht. Ihre Bewegungen und wie sie zu sich selber passt: Nie habe ich ein vollkommeneres Mädchen gesehen, annähernd nicht. Eine duftende Schweißschicht umgibt ihr Alles, mit orientalischem Parfüm getränkt. Ich streiche ihr eine Strähne aus der Stirn. Und dann ist sie auch zärtlich zu mir…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der wahnwitzig erregte Kröker von schräg gegenüber nimmt hinter seinem schäbigen Fernrohr Stellung, mit gespreizten Beinen und durchgedrückten Knien…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie vergeht sich an mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Auf die Neue ist Verlass«, wird später befriedigt der Kröker in seiner Bude zu den wehrlosen Aquariumfischen sagen, in einem Ton so ungefährlich wie der Biss vom toten Lamm, nachdem er sie mit seinem alltäglichen Sperma gefüttert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und mit gläsernem Pinsel aus dem Nirgendwo des Überalls malt der Regen seine Symphonie in die betagte Landschaft, unermüdlich und wunderschön, als ginge ihn das alles gar nichts an.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-8063347902560834322?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/8063347902560834322/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=8063347902560834322&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/8063347902560834322'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/8063347902560834322'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/balanceakt-in-stzen.html' title='Balanceakt in Sätzen'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-4501282288519348820</id><published>2008-11-21T16:34:00.000-08:00</published><updated>2009-01-05T17:51:29.015-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rabenlyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rabenliebe'/><title type='text'>Rabenliebe</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;So nah das Flüstern der Bäume&lt;br /&gt;unter gebrochenem Licht,&lt;br /&gt;azurblau die Stunde, ich träume:&lt;br /&gt;erfunden entgehst Du mir nicht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSdUlki-vUI/AAAAAAAAAr0/jRZ88kjukPg/s1600-h/zwei_raben.jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 240px; DISPLAY: block; HEIGHT: 181px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5271274893302742338" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSdUlki-vUI/AAAAAAAAAr0/jRZ88kjukPg/s320/zwei_raben.jpg" /&gt; &lt;p align="right"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Des Windes verspielte Hände&lt;br /&gt;streicheln blind mich zur Nacht,&lt;br /&gt;erzählen von Dir mir Bände:&lt;br /&gt;Lichttropfen, innig entfacht.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-4501282288519348820?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/4501282288519348820/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=4501282288519348820&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/4501282288519348820'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/4501282288519348820'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/rabenliebe.html' title='Rabenliebe'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSdUlki-vUI/AAAAAAAAAr0/jRZ88kjukPg/s72-c/zwei_raben.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-1396989201018210287</id><published>2008-11-21T14:09:00.000-08:00</published><updated>2008-11-21T14:14:24.929-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedicht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bettelbrut'/><title type='text'>Bettelbrut</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="left"&gt;Da steht ein Kind mit viel zu langen Armen&lt;br /&gt;beim Notausgang vorm Kaufhaus nebenan;&lt;br /&gt;dort aber kriegt es kein Erbarmen,&lt;br /&gt;beim Notausgang da trifft man keines an.&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit sicherlich fast beinah nix im Magen&lt;br /&gt;bettelt sich die arme Brut voran;&lt;br /&gt;nun kommt das Blag bis auch vor meinen Laden,&lt;br /&gt;was man bisher ja nicht verbieten kann.&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teilnahmsvoll bereist mein Blick die Wolken,&lt;br /&gt;ihre Fronten stehen vor der Stadt;&lt;br /&gt;ich zieh besorgt die Stirn in krause Falten,&lt;br /&gt;bis alles sich wieder verzogen hat. &lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-1396989201018210287?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/1396989201018210287/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=1396989201018210287&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/1396989201018210287'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/1396989201018210287'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/bettelbrut.html' title='Bettelbrut'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-8583070363482483220</id><published>2008-11-21T10:03:00.000-08:00</published><updated>2009-02-22T05:03:57.687-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rasieren'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kiffen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Israel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='stoned'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Haare schneiden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nargila'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Haare'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Haschisch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Marihuana'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rasur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Friseur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Satire'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Haarschnitt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bekifft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Als es einmal wieder um einen guten Schnitt ging</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSb4kUSTSTI/AAAAAAAAArg/Y8hCHLknl4Y/s1600-h/cut.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 119px; FLOAT: left; HEIGHT: 126px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5271173716688193842" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSb4kUSTSTI/AAAAAAAAArg/Y8hCHLknl4Y/s320/cut.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Mein Barbier und Leibfriseur in Ramat Gan hieß Boris. Ein ganz und gar zerzauster Kerl. Darüberhinaus zeichnete ihn aus, dass er seinen kleinen Laden gleich um die Ecke hatte. Ich war sein Kunde. Und sein König. Dachte ich, eigentlich…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Im Frisierstuhl, unter typischem Umhang, weißbärtigem Vollschaum und zittrigem Rasiermesser: »Boris?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Ja, Herr König?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Willste Trinkgeld?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Ach, ich habe den Kaffee vergessen…« Er eilte, und bald schlürften wir gemeinsam feinen Mokka. Und mein Boris zitterte schon ein bisschen weniger. Ich nicht. »Boris?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Ja, Herr König?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Willste Trinkgeld machen?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Noch einen Kaffee?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Nein. Hör nur mit dem Zittern auf! Du machst mir Angst.«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Also doch noch ‘n Kaffee…« Und weil mein Boris so gastfreundlich wie wieselflink war, schlürfte auch ich bald einen weiteren kaukasischen Mokka…&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Boris?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Ja, Herr König?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Du verzitterst dir gerade endgültig dein Trinkgeld…«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Moment, Herr König…«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Er verbarrikadierte die alte Ladentür mehr als nur quasi, holte seine bodenständige Wasserpfeife hervor, eine Nargila von riesigen Ausmaßen, und ich gab ihm etwas von meinem Tascheninhalt dazu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Später hat er dann gut rasiert und ein sicheres Händchen bewiesen. »Na also, geht doch.« Und Geld zum Trinken bekam er auch reichlich.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dass er mir tatsächlich eine Glatze frisiert hatte, fiel erst zu Hause auf. Irgendjemandem. Oder meiner Frau. Ich selber habe mir erstmal den Schaum aus dem Gesicht gewischt. Glaube ich.&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-8583070363482483220?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/8583070363482483220/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=8583070363482483220&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/8583070363482483220'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/8583070363482483220'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/friseur.html' title='Als es einmal wieder um einen guten Schnitt ging'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSb4kUSTSTI/AAAAAAAAArg/Y8hCHLknl4Y/s72-c/cut.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-7213936017711455182</id><published>2008-11-20T16:57:00.000-08:00</published><updated>2008-11-22T14:38:13.913-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Oma'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Die Omama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ludwig Hirsch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tod'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Frieden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='tot'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Frieden kriegen</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Großmutter war tot. Die schweren Vorhänge ihres Schlafzimmers blieben zugezogen an diesem Tag, und auf Großmutters Nachttisch flackerte ein Talglicht neben dem aufgeschlagenen Katechismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bleich und klein lag sie da, wie eine Kinderleiche, niemand konnte ihr mehr helfen; kein Rotkäppchen, kein Jäger und auch kein David Copperfield-Kram.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Niemand hatte ihr helfen können, als sie noch umherging oder an ihrem Tischchen saß und Schmerzen litt und sich Sorgen machte, wegen unserer Jungs beim Militär, wegen der Verrohung in der Welt und wegen ihrer Augen, die so viele Tränen vergießen mussten und nicht mehr recht wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Wie der Krieg denn damals gewesen sei, habe ich sie mal gefragt. Und sie hatte bloß genickt. »Der Krieg«, habe ich nachgehakt, »wie ist denn der so gewesen?« Und wieder war da nur ein Nicken; bescheiden zwar, aber ohne jegliches Zögern. Man musste es den Alten nachsehen, falls sie das Schweigen bevorzugten. Auch wenn es schwerfiel. Später bin ich dann nach Hause gegangen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Jetzt war Großmutters Gesicht ziemlich eingefallen, leere Wangen ohne Gebiss und wächsern die Haut; schauerlich, viel blasser als sonst, und es roch nach Eucalypstus Bonbons aus aller Münder.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auf der anderen Seite des Bettes lag ein Foto von Großvater; der war gestorben zu einer Zeit, von der ich nichts wusste. Mit Großmutter würde bald auch sein Bild verschwinden.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSYKOkXSMfI/AAAAAAAAArU/f5Nsb_kcafA/s1600-h/oma.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 114px; height: 176px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSYKOkXSMfI/AAAAAAAAArU/f5Nsb_kcafA/s320/oma.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5270911659279528434" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;»Ach, die Kriege«, hatte sie an anderer Stelle einmal gesagt, mit stupidem Blick nach vorn, »man hört nichts mehr von ihnen. Vielleicht sind die Kriege ja längst vorbei.«&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die von der Stadt wollen jetzt abreißen kommen. Das wird bestimmt ziemlich staubig werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;center&gt;&lt;object width="520" height="420"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ORfYE5M44ms&amp;hl=en&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/ORfYE5M44ms&amp;hl=en&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="490" height="397"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/center&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-7213936017711455182?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/7213936017711455182/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=7213936017711455182&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/7213936017711455182'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/7213936017711455182'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/frieden-kriegen.html' title='Frieden kriegen'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSYKOkXSMfI/AAAAAAAAArU/f5Nsb_kcafA/s72-c/oma.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-2615497237093032958</id><published>2008-11-20T06:55:00.000-08:00</published><updated>2008-11-21T11:37:39.655-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='USA'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Exekutionsmethode'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Notizen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Giftspritze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amerika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='humane Hinrichtung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Todesstrafe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hinrichtung'/><title type='text'>»Humane Hinrichtung« oder was?</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;In den USA wird derzeit über menschliche Exekutionsmethoden diskutiert. Manche missverstehen das Thema und meinen, es gehe um die Todesstrafe an sich. Aber nein, es stehen »nur« die Methoden zur Debatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSV7PqlowYI/AAAAAAAAAq8/Pvh5xkLUxMU/s1600-h/hinrichtung-todesstrafe-todesspritze.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 213px; height: 159px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSV7PqlowYI/AAAAAAAAAq8/Pvh5xkLUxMU/s400/hinrichtung-todesstrafe-todesspritze.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5270754447967437186" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Das aktuelle Problem: Verläuft der erste Schritt einer Hinrichtung durch die Giftspritze nicht reibungslos, nämlich die Verabreichung des Betäubungsmittels, dann lässt die vorgesehene Bewusstlosigkeit schier endlos auf sich warten, und der Verurteilte leidet ungeahnte Qualen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Gibt es die »humane Hinrichtung« überhaupt, oder ist jede Form der Todesstrafe per se als unmenschlich abzutun?&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Natürlich gibt es qualitative Unterschiede zwischen Hinrichtungsarten, einzuteilen in mehr oder &lt;a href="http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/amnesty-international-kontra-steinigung.html" target="_blank"&gt;weniger humane Vorgehensweisen&lt;/a&gt;. Es ist etwas ganz anderes, ob ein Henker dem Verurteilten jedes Glied einzeln ausreißt oder ihn ohne zuviel Leiden einfach einschläfert, zum Beispiel. So mag ein Verurteilter an sich gegen die Todesstrafe sein, warum auch nicht, aber vor eine letztendlich unausweichliche Wahl gestellt wird er sich doch für die humanere Alternative entscheiden, ähnlich wie der Henker, in dubio pro reo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Im Namen des Volkes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es gibt Spielräume zwischen barbarischen und humaneren Hinrichtungen, es gibt dieses Unterthema der Umstände in Theorie und den Tatsachen entlang, sowohl für den Henker als für den Gehenkten, und natürlich für alle anderen Beteiligten auch, bis zum Glotzer in der hintersten Reihe. Vermeintlich nötige und unnötige Grausamkeiten sind durchaus ein Faktor, der mit Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit zu tun haben kann, ganz ohne ernstzunehmenden Widerspruch.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Also gibt es in der unausweichlichen Relation durchaus die »humane Hinrichtung«, wenngleich nicht unbedingt als Absolut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Mir scheint es wünschenswert, einmal die ach so tolle Moral aus dem Weg zu räumen für eine sachliche, objektive Weile, notfalls eben mit gewaltigem Aufwand, um der Wirklichkeit unvoreingenommen ins Auge zu sehen. Denn schließlich hat die Todesstrafe auch Fürsprecher, die nicht leichtfertig als Unmenschen abzutun sind, und Argumente, denen schwer beizukommen ist, woraus sich insgesamt eine gewisse Berechtigung ergibt, nicht nur im politischen Sinne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Exempel statuieren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Selbstredend ist die Todesstrafe ein Instrument der Abschreckung, so wie jede andere Strafe auch. Inwieweit dieses bloße Ziel jederzeit erreicht wird sei dahingestellt, lassen sich unterlassene Straftaten doch ohnehin nicht zählen. Abschreckung ist aber per Definition eine Spielart der Selbstverteidigung, wie wir nicht nur aus Zeiten des Kalten Krieges wissen, und Selbstverteidigung ist wiederum ein Menschenrecht, gehört das eigene Überleben doch jederzeit zum Humanismus dazu. Insofern rechtfertigt also der humanste aller Gedanken die Todesstrafe, ob der Abschreckung und ihrer vermeintlichen Wirkung. Die Annahme alleine, dass es strafresistente Halunken geben mag, die sich ohnehin nicht abschrecken lassen, kann noch nicht heißen, alle Bemühungen in diese Richtung müssten drum eingestellt werden, unsachlicherweise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;»Geschieht ihm Recht«&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es ist wahr, dass Rachejustiz nichts Wohlwollendes birgt, in der Bundesrepublik Deutschland ist sie per Gesetz sogar verboten. Und doch fällt es schwer, jedem zu vertrauen, bei der Bestrafung von Deliquenten nicht auch Genugtuung zu verspüren. Merkt man aber, dass ein Grundrecht auf Selbstverteidigung unverzichtbar ist, dann bleibt einem nicht viel mehr, als etwaige Unannehmlichkeiten wie Nebenwirkungen einer notwendigen Behandlungen in Kauf zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wer es schafft, die Vorzeichen von Strafe aus dem Thema zu halten, der stößt übrigens auf erstaunliche Parallelen wenn es in scheinbar ganz anderen Diskussionen um Sterbehilfe geht, innerhalb von Kontroversen entlang desselben menschenwürdigen Todes, erschreckenderweise, wo dem einen zu billig ist, was dem nächsten rechtens erscheint.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-2615497237093032958?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/2615497237093032958/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=2615497237093032958&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2615497237093032958'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/2615497237093032958'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/humane-hinrichtung-oder-was.html' title='»Humane Hinrichtung« oder was?'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSV7PqlowYI/AAAAAAAAAq8/Pvh5xkLUxMU/s72-c/hinrichtung-todesstrafe-todesspritze.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-6585011040933740760</id><published>2008-11-20T02:27:00.000-08:00</published><updated>2008-11-21T11:37:22.808-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Madeleine'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='allgemein'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Madeleine McCann'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Notizen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesetz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Portugal'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Recht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Maddie'/><title type='text'>Notiz vom 12. Januar '08: Madeleine und die Portugiesen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSU76eiszbI/AAAAAAAAAq0/-PuivCoXUZY/s1600-h/maddie.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 292px; height: 219px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSU76eiszbI/AAAAAAAAAq0/-PuivCoXUZY/s320/maddie.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5270684814724091314" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verschwinden_von_Madeleine_McCann" target="_blank"&gt;Madeleine McCann&lt;/a&gt; ist seit nunmehr 255 Tagen verschwunden. Es liegt mir fern, mich mit Spekulationen am tragischen Schicksal von Maddie zu vergehen - aber etwas liegt doch an:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die portugiesische Staatsanwaltschaft hat jetzt eine Verlängerung des andauernden Ermittlungsverfahrens um drei Monate beantragt. Der Hintergrund ist, dass nach portugiesischem Recht ein Ermittlungsverfahren nach acht Monaten eingestellt werden muss, wenn bis dahin keine konkreten Ergebnisse vorliegen oder Anklage erhoben werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Was ist denn das für ein merkwürdiges Gesetz? Das kann doch wohl kaum zu nützlich sein, es sei denn, man ist bereit, Verbrechen Vorschub zu leisten - wogegen es allerdings noch ganz andere Gesetze gibt. Sollen doch Ermittlungen so lange dauern dürfen wie es braucht, um bestenfalls am Ende noch Klärung und Strafverfolgung zu ermöglichen, oder nicht? Acht Monate sind wahrlich nicht viel Zeit in manchem Fall und diesem, in dem das Mädchen ja sicherlich nicht von sich aus verschwunden ist und bleibt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-6585011040933740760?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/6585011040933740760/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=6585011040933740760&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6585011040933740760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6585011040933740760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/madeleine-und-die-portugiesen.html' title='Notiz vom 12. Januar &apos;08: Madeleine und die Portugiesen'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSU76eiszbI/AAAAAAAAAq0/-PuivCoXUZY/s72-c/maddie.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-6485250699971261283</id><published>2008-11-19T04:31:00.000-08:00</published><updated>2008-11-21T11:37:55.447-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ai'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Islam'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschenrechte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Notizen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Iran'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesetz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ehebruch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Todesstrafe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Steinigung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amnesty'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amnesty International'/><title type='text'>Amnesty International kontra Steinigung im Iran</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Das wurde aber auch Zeit, will ich meinen: &lt;a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amnesty_International"&gt;Amnesty International&lt;/a&gt; fordert den Iran zur Abschaffung der »grotesken und schrecklichen« Praxis der Steinigung auf, bei der Menschen grausam zu Tode gequält werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a target="_blank" href="http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/report/campaigning-end-stoning-iran-20080115"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;ai&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, die ohnehin gegen die Todesstrafe unter allen Umständen sind, berichtete, ein iranischer Mann sei im letzten Juli wegen Ehebruch zu Tode gesteinigt worden, obwohl eine Aussetzung (Moratorium) verhängt ist über derartige Hinrichtungen seit dem Jahr 2002.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Frau, mit der er den Ehebruch begangen haben soll, steht die Steinigung noch bevor - eine Praxis, bei der die Frau bis zur Brust in Sand eingegraben und dann mit Steinen beworfen wird, bis sie stirbt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Amnesty International fordert die iranische Regierung auf, die Hinrichtung durch Steinigung sofort und vollständig abzuschaffen und ein Moratorium für die Todesstrafe zu verhängen«, schreibt die Menschenrechtsorganisation in ihrem 30-seitigen Bericht über die Praxis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSQLlt8n06I/AAAAAAAAAqg/Yqy471XI0dA/s1600-h/Stoning.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 282px; FLOAT: right; HEIGHT: 400px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5270350206547252130" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSQLlt8n06I/AAAAAAAAAqg/Yqy471XI0dA/s400/Stoning.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;»Nach Iranischem Gesetz sind die Steine bewusst auszuwählen, um groß genug zu sein, Schmerzen zu verursachen, aber nicht so groß, das Opfer sofort zu töten. Es ist eine besonders groteske und schreckliche Praxis.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Zwar werde die Steinigung relativ selten praktiziert im Iran, sie ist aber nach wie vor die bevorzugte Form der Hinrichtung in Fällen von Ehebruch und erfährt eine unverhältnismäßig hohe Anwendung gegen Frauen, laut Amnesty.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Iran hat eine der höchsten Hinrichtungsraten in der Welt. Im Jahr 2006 wurden 177 Menschen zu Tode bestraft, meist durch Erhängen. Letztes Jahr wurde diese Zahl wahrscheinlich überschritten, wobei 124 Menschen bereits in den ersten sieben Monaten hingerichtet wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Neben der Forderung nach der Abschaffung der Steinigung und einer Einstellung der Todesstrafe verlangt Amnesty International von der Iranischen Regierung, den Ehebruch zu entkriminalisieren, da er schließlich in der Mehrzahl aller Länder keine Straftat sei.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-6485250699971261283?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/6485250699971261283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=6485250699971261283&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6485250699971261283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/6485250699971261283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/amnesty-international-kontra-steinigung.html' title='Amnesty International kontra Steinigung im Iran'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSQLlt8n06I/AAAAAAAAAqg/Yqy471XI0dA/s72-c/Stoning.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-7841223962095425275</id><published>2008-11-18T16:46:00.000-08:00</published><updated>2008-11-22T14:37:28.446-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimakatastrophe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte. Apokalypse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Notizen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltuntergang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosa'/><title type='text'>Klimakatastrophe? Apokalypse? Schwachsinn!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Jede Generation hat seit Menschengedenken dem Weltenuntergang entgegen gefiebert. Und was ist geschehen? Nichts dergleichen. Der ewige (Alp-)Traum, am Ende mit dabei und mitten drunter zu sein, er ist und bleibt ein unerfülltes Versagen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Klimakatastrophe ist &lt;a target="_blank" href="http://www.gfds.de/index.php?id=11"&gt;Wort des Jahres 2007&lt;/a&gt; und &lt;a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apokalypse"&gt;Apokalypse&lt;/a&gt; bloß eine Vokabel, wenngleich die wohl älteste Marotte überhaupt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Dabei hatte alles so vielversprechend angefangen…&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSNjBaxrVMI/AAAAAAAAApI/KYK4Xdxcdes/s1600-h/see1.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 137px; FLOAT: left; HEIGHT: 103px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5270164864972313794" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSNjBaxrVMI/AAAAAAAAApI/KYK4Xdxcdes/s320/see1.jpg" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Am See&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da steht das Schilf in seinem Grün, trotzt der Kälte und weiß nichts von meinem Kummer. Es steigt ein Vogel aus ihm auf, nimmt sich über mich hinweg und schreit, als wüsste er Bescheid, vor lauter Einsamkeit. Voran fällt mein Blick zum See. Ein Dunst steht auf der Oberfläche, blind; und hell wie Muttermilch. Je näher ich komme, desto weiter breitet er sich aus, um mich herum. Meine Füße sehe ich kaum mehr und nur wenn das Gold meiner Schuhe durchschimmert. Es riecht nach reichem, klitschnassem Moder, wie so eine Gegend nun einmal riecht, mit einem fadenscheinigen Versprechen im vertrauten Teil, im kalten Atem. Meine Schritte saugen sich stellenweise fest - nichts, was man seinem Gesicht antun wollte, denke ich, gesegnet sei der aufrechte, gesunde Gang.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ein Boot gibt es heute nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Als ich zum ersten Mal auf diesem See gefahren bin, inmitten meiner abgelegten Kindheit, einst, da habe ich ihn gerochen wie heute, an ihm gezweifelt, ihn ausgelotet, seine Vor- und Nachteile abgewogen, seine Temperatur, seine Funktion, seine Macht und meine Chancen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Jahreszeiten alleine können ihm etwas anhaben und ihn verändern, kurzfristig, jahrein, jahraus. Doch auf Dauer ist ihm nicht beizukommen; er ist noch immer wie damals.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dort drüben steht das Kreuz. Eine unglückselige Stelle. Hier habe ich meinen Bruder zum letzten Mal lebend gesehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-7841223962095425275?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/7841223962095425275/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=7841223962095425275&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/7841223962095425275'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/7841223962095425275'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/klimakatastrophe-apokalypse-schwachsinn.html' title='Klimakatastrophe? Apokalypse? Schwachsinn!'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSNjBaxrVMI/AAAAAAAAApI/KYK4Xdxcdes/s72-c/see1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-8952885399526785408</id><published>2008-11-18T11:51:00.000-08:00</published><updated>2008-11-21T13:37:14.640-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katzenelson'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='deutscher Literatur Blog'/><title type='text'>about: Katzenelson’s</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;div align="justify"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Katzenelson ist bloß ein Nick, ein internettes Pseudonym. Und der Rest hier ist auch Fiktion. Mein Defizit an Talent zum Autobiographischen lässt &lt;a href="http://www.blogger.com/profile/13874861218371649657" target="_blank"&gt;mir&lt;/a&gt; ja gar keine andere Wahl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Na denn...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSMeHQfNJ4I/AAAAAAAAAmQ/FuzCP6wr9sk/s1600-h/fleisch.jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 192px; DISPLAY: block; HEIGHT: 290px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5270089098987382658" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSMeHQfNJ4I/AAAAAAAAAmQ/FuzCP6wr9sk/s400/fleisch.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;center&gt;&lt;br /&gt;• &lt;a href="http://copyright-copyright-copyright.blogspot.com/" target="_blank"&gt;© Copyright 2008 | All rights reserved&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-8952885399526785408?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/8952885399526785408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=8952885399526785408&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/8952885399526785408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/8952885399526785408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2008/11/about-katzenelsons.html' title='about: Katzenelson’s'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/SSMeHQfNJ4I/AAAAAAAAAmQ/FuzCP6wr9sk/s72-c/fleisch.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1024720131193689620.post-3663492841242072771</id><published>2001-09-11T19:44:00.000-07:00</published><updated>2009-03-16T14:00:35.635-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Aphorismen'/><title type='text'>Sprachlos fast...</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;center&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/Sb69DDdaxLI/AAAAAAAAA4A/AmcPu0fjRdI/s1600-h/wt.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/Sb69DDdaxLI/AAAAAAAAA4A/AmcPu0fjRdI/s400/wt.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5313892470509716658" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Wirklichkeit scheitert am Traum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;_____________________&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1024720131193689620-3663492841242072771?l=katzenelson.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://katzenelson.blogspot.com/feeds/3663492841242072771/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1024720131193689620&amp;postID=3663492841242072771&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/3663492841242072771'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1024720131193689620/posts/default/3663492841242072771'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://katzenelson.blogspot.com/2001/09/sprachlos-fast.html' title='Sprachlos fast...'/><author><name>A. Michael</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://bp3.blogger.com/_vHz8gtUl0T8/R5OQ8IlSPNI/AAAAAAAAACo/37wYamjsL8k/S220/snap1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_vHz8gtUl0T8/Sb69DDdaxLI/AAAAAAAAA4A/AmcPu0fjRdI/s72-c/wt.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
